Aue lässt Toten in Sachsen-Anhalt bestatten

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Ein Senior bittet darum, nach seinem Tod in der Heimat in einem Sarg beigesetzt zu werden. Das Ordnungsamt lässt seinen Leichnam stattdessen in der Stadt Halle verbrennen. Nun ist die Aufregung groß.


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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Haecker
    21.12.2019

    Nachdem ich bereits den Folgeartikel vom 20.12. ausführlich kommentiert habe, will ich auch zum Ursprungs-Artikel "meinen Senf" geben:
    Dass Juristen zu einem Sachverhalt zu durchaus unterschiedlichen Auffassungen kommen, ist normal. Klar ist aber,
    - dass auch für Ordnungsamts-Bestattungen der gesamte Absatz 3 von § 18 Sächsisches Bestattungsgesetz gilt, alle fünf Sätze
    - dass sich ein Ordnungsamt (und der dieses beratende Jurist) nicht nur den 4.Satz ("Für Verstorbene ohne Hinterbliebene ist die ortsübliche Bestattungsart zu wählen") herauspicken und diesen Satz nicht zur Rechtfertigung oder gar als Aufforderung zur "Geiz-ist-Geil-Methode" auslegen darf.
    - dass der Wunsch nach einer bestimmten Bestattungsart auch für die Kommune vebindlich ist und daraus keineswegs die Erfüllung eines jeden Wunsches abgeleitet werden kann. Zumindest Satz 1 von § 18 Abs. 3 schiebt da einen Riegel vor. Das Sparsamskeitsprinzip (Zitat Stadtsprecherin: "... es geht ja um das Steuergeld aller") hebelt nicht alles andere aus. Eine Orientierung an § 74 SGB XII erscheint naheliegend (d.h. allerdings: ohne Grabpflege).
    Dass der Fiskus das Erbe antritt, ist nicht das entscheidende Problem, denn Nachlassverbindlichkeiten - insbesondere Bestattungskosten - haben Vorrang. Auch für den Fiskus gilt natürlich § 1968 BGB.