Ausstellung widmet sich Frohnauer Bergmannssohn

Erzgebirgsmuseum erinnert an bisher weitgehend unbekannten Maler Carl Gotthold Groß

Annaberg-Buchholz.

Im Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz gibt es gegenwärtig einiges Neues zu entdecken. Nicht nur in der Kabinettausstellung zur Familie Köselitz, sondern auch zu dem bisher weitgehend unbekannten Maler Carl Gotthold Groß. Noch bis zum 8. September ist ihm eine eigene Ausstellung gewidmet.

Die Schau rückt nach Angaben von Stadtsprecher Matthias Förster erstmals einen Künstler in den Blickpunkt, dessen Werk zwar vielen Bürgern bekannt sein dürfte, der aber selbst kaum ins Licht der Öffentlichkeit getreten ist. Der Frohnauer Bergmannssohn, der am Ende des 18. Jahrhunderts taubstumm zur Welt gekommen war, erhielt durch eine Ausbildung an der Gehörlosenschule in Leipzig die Möglichkeit, sein zeichnerisches Talent gezielt zu entwickeln. Im Anschluss daran schuf er als Auftragsmaler erste Werke. Bekannt sind zum Beispiel sein Stadtplan von 1812, aber auch bildliche Reflexionen besonderer Ereignisse, so zum Beispiel die Ankunft der Glocken von Sankt Annen 1814 oder das Annaberger Reformationsfest und die Ankunft der Getreidewagen 1817. Darüber hinaus zeigen seine Zeichnungen unter anderem technische Anlagen wie Schmelzhütten, Hammer- oder Eisenwerke. "Auf diese Weise wird Carl Gotthold Groß zu einem Maler, der Zeitgeschichte im Bild festgehalten hat", sagt Matthias Förster. (af)

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