Bergstadt ist in Sachen Brandschutz gut aufgestellt

Die Feuerwehr von Ehrenfriedersdorf ist sowohl personell als auch bei der Technik auf einem guten Stand. Verbesserungspotenzial und Ideen für die Zukunft gibt es dennoch?

Ehrenfriedersdorf.

Wie ist es im Ernstfall um die Sicherheit der Bürger bestellt? Was braucht die Feuerwehr, um im Brandfall bestens agieren zu können? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Brandschutzbedarfspläne von Kommunen. Regelmäßig müssen diese aktualisiert und fortgeschrieben werden. In Ehrenfriedersdorf war das nun der Fall. Eine externe Firma nahm alles genau unter die Lupe - von den vorhandenen Gebäuden in der Stadt über das Gerätehaus bis zu den Fahrzeugen der Wehr. "Ziel ist es, zu zeigen, wie sich die Feuerwehr entwickeln sollte und muss", erklärte Richard Gülde von der Firma Brandschutz Consult Leipzig, die die Analyse vornahm.

Die personelle Ausstattung ist gut. Aktuell stünden 49 Einsatzkräfte bereit. Dadurch sei die Tageseinsatzbereitschaft gegeben. Auch bei der Technik und Löschwasserversorgung gibt es kaum Kritikpunkte. Unter anderem könne beim Löschwasser auch auf ein Hydrantennetz zurückgegriffen werden, was nicht mehr überall der Fall ist. Doch es gebe auch unterversorgte Bereiche, bei denen ein Tanklöschfahrzeug für erste Maßnahmen vor Ort notwendig wird, das die Freiwillige Feuerwehr Ehrenfriedersdorf aber besitzt.

Torsten Kleditzsch

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Das Feuerwehrgerätehaus ist ziemlich neu und dementsprechend in einem guten Zustand. Jedoch werde es eng - vor allem wenn es um die Lagerung der Technik geht. In diesem Fall schlug der Experte vor, den Depotplatz hinter dem Gerätehaus zu nutzen, um dort beispielsweise zusätzliche Lagerkapazitäten zu schaffen. Und Richard Gülde schlug noch etwas anderes vor: Die Stadt sollte darüber nachdenken, den Posten des Gerätewarts zumindest teilweise von einer ehrenamtlichen in eine hauptamtliche Position umzuwandeln. Die Wartung der umfangreichen Technik sei mittlerweile so aufwendig, dass das eigentlich nicht mehr ehrenamtlich zu leisten ist.

Fazit: Die Stadt hat eine leistungsfähige Wehr. Damit das so bleibt und die Hilfsfrist von neun Minuten, also die Zeit, in der die ersten Rettungskräfte eintreffen, gehalten werden kann, müsse weiterhin gut in Mensch und Technik investiert werden.

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