Crottendorf plant Gebiet für Häuslebauer im Ortszentrum

Nahe dem einstigen Konsum, der abgerissen worden ist, soll ein Eigenheimstandort entstehen. Beim Namen gab es im Rat einen klaren Favoriten.

Crottendorf.

Das vor sechs Jahren erschlossene Wohngebiet am Sportplatz in Crottendorf füllt sich mehr und mehr. Zuletzt waren 17 der insgesamt 33 Grundstücke bereits bebaut, weitere verkauft und reserviert. Nun soll ein neues Areal für Häuslebauer geschaffen werden - und zwar mitten im Ort nahe dem ehemaligen Konsum, der abgerissen worden ist. Dafür hat der Gemeinderat am Donnerstag einen entscheidenden Schritt beschlossen.

Das Gremium entschied einstimmig, dass im beschleunigten Verfahren ein Bebauungsplan für das rund 6600 Quadratmeter große Gebiet aufgestellt werden soll. Ein solcher schafft Baurecht. Doch zuvor brauchte das Kind noch einen Namen, wie Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos) erklärte. Die Frage war: Wie soll das neue Crottendorfer Wohngebiet künftig heißen? Dafür legte die Verwaltung mehrere Vorschläge vor, über die abgestimmt werden konnte. Zudem bestand die Möglichkeit, dass die Räte selbst Ideen einbrachten. Die Entscheidung fiel letztlich unter sieben Bezeichnungen. Das Rennen machte schließlich "Am Nitzschhammerweg" mit acht Stimmen, gefolgt von "Zum Mühlenviertel" mit fünf Stimmen und "Am alten Konsum" mit vier Stimmen. Weitere Namen wie "Zur alten Post" mit drei Stimmen, "Am Konsum" mit zwei Stimmen und "Am Markt" mit einer Stimme landeten weiter hinten. Gar keine Befürworter fand bei der Abstimmung der Namensvorschlag "Neue Ortsmitte".

Dass ein neuer Eigenheimstandort entstehen kann, wurde erst durch einen Grundstückskauf der Kommune in diesem Jahr möglich. "Es gibt in unserer Gemeinde konstant Nachfragen nach Bauland", sagte Bürgermeister Sebastian Martin. Der jetzige Schritt sei notwendig, um Interessenten auch in ein oder zwei Jahren noch Flächen anbieten zu können. Denn die freien Grundstücke im aktuellen Wohngebiet am Sportplatz sind begrenzt. Dieses war im Übrigen das erste, das nach der Wende im Auftrag der Gemeinde erschlossen werden konnte. Lange hatte es an geeigneten Flächen für solch ein Projekt gemangelt. Erst ein gelungener Grundstückskauf änderte das damals. Die Erschließungsarbeiten wurden im Herbst 2013 abgeschlossen. Mit 553.000 Euro trug die Gemeinde einen Großteil der Kosten dafür von insgesamt rund 880.000 Euro. Durch den Verkauf der Flächen fließt ein großer Teil des Geldes wieder zurück in die Gemeindekasse.

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