Drittklässlerbeschäftigen sich mit dem Thema Tod

Verein aus Erlabrunn mit Projekt "Hospiz macht Schule" unterwegs

Raschau.

Das ganze Leben ist geprägt vom Werden und Vergehen. Und der Tod gehört zum Leben. Ihm zu begegnen, bleibt nicht aus. Erwachsene wissen das. Doch wie vermittelt man das Kindern? Und ab wann kann oder sollte man überhaupt mit Kindern über den Tod sprechen? Fragen, die das Projekt "Hospiz macht Schule" lange im Vorfeld aufgeworfen hat. "Vor einem Jahr schon haben wir in der Schulkonferenz das Projekt vorgestellt", sagt Schulleiterin Petra Palme. Von Seiten der Eltern habe es keine Ablehnung gegeben.

Auch die Drittklässler, die sich seit gestern an der Grundschule Raschau mit professionellen Begleitern diesem Thema nähern, sind selbst schon mit dem Tod in Berührung gekommen. Bei einem ist die Uroma gestorben. Für Kinder aber oft genau so schmerzhaft ist es, wenn der Hund oder die Katze stirbt. Es geht ums Verstehen. Annette Loos und sieben ausgebildete ehrenamtliche Helfer vom ambulanten Hospizverein aus Erlabrunn haben ein Konzept, um sich mit den Mädchen und Jungen auf die Suche nach Antworten auf die vielen Fragen zu begeben, die Kinder zu diesem Thema haben. Fragen, die sie sich scheuen zu stellen, weil sie wissen, dass es andere traurig macht. Und doch sind diese Fragen da. Das wissen Annette Loos und ihre Helfer.

Und so geht es zunächst um weiße Wölkchen und dunkle Wolken am Himmel. Dass auch die wichtig sind, weil es aus ihnen regnet und so das frische Grün wieder sprießen kann, das ist der bildliche Einstieg ins Thema vom Wachsen und Vergehen in die Themenwoche. Auf den dunklen Wolken sammeln die Kinder, was ihnen nicht gefällt, was ihnen Angst macht. Schnell merken die Helfer: "Die Kinder wollen reden. Sie alle sind dem Thema Tod in irgendeiner Weise schon einmal begegnet", sagt Hans Kellner. Bis Freitag bleibt Zeit, um all das so schwer Verständliche in den Köpfen richtig einzuordnen.

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