Ehrenfriedersdorf verpachtet Breitbandnetz für sieben Jahre

Noch sind die Glasfaserkabel in der Bergstadt nicht verlegt. Doch schon jetzt steht fest, welches Unternehmen es in Zukunft betreiben wird. Die Einnahmen darf die Stadt allerdings nicht behalten.

Ehrenfriedersdorf.

Noch ist es nicht da - das Glasfasernetz in Ehrenfriedersdorf. Doch Ende dieses Jahres soll der Ausbau starten. Ziel ist es, im gesamten Stadtgebiet für schnelles Internet zu sorgen. Die Kosten betragen etwa 3,5 Millionen Euro. Mindestens 90 Prozent davon, wenn alles gut läuft sogar 100 Prozent, werden gefördert.

Die Stadt baut das Netz selbst aus und will es anschließend an einen Betreiber verpachten. Genau darum ging es im jüngsten Stadtrat. Europaweit wurde das Netz ausgeschrieben, drei Firmen meldeten Interesse an, wobei letztlich zwei - Vodafone und Eins Energie - ein Angebot abgaben. Das deutlich bessere Angebot unterbreitete laut Angaben der Verwaltung der Energieversorger Eins Energie mit Sitz in Chemnitz. "Es war keine knappe Entscheidung", so Hendrik Konz vom Bauamt der Stadt. Ausschlaggebend seien unter anderem das Pachtentgelt, die Endkundenpreise und das Wartungskonzept gewesen.

Die Konzession für das Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetz in Ehrenfriedersdorf wird für sieben Jahre vergeben. Pro Jahr kostet es den zukünftigen Pächter 117.000 Euro. Das Geld fließt allerdings nicht in den städtischen Haushalt, erklärte Bürgermeisterin Silke Franzl. Da der Ausbau mit Fördermitteln finanziert wird, werden die Einnahmen gegengerechnet. Perspektivisch hofft die Kommune, das Breitbandnetz komplett an einen Betreiber zu übergeben. Doch nun wird es erst einmal verpachtet. Für die Bürgermeisterin ist Eins Energie ein guter Ausschreibungs-Gewinner, weil das Unternehmen aus der Region kommt. Der Stadtrat stimmte der Vergabe einstimmig zu. Jetzt werden nur noch die Stellungnahmen beziehungsweise Bestätigungen der Bundesnetzagentur und des Breitbandkompetenzzentrums benötigt, so Konz.

Bei einer Einwohnerversammlung am 27. März wird es unter anderem um dieses Thema gehen. Dabei sollen aufkommende Fragen vor allem von Hausbesitzern beantwortet werden. Denn ein großer Vorteil des von der Stadt geplanten Breitbandausbaus, der nicht im Zusammenhang mit den derzeitigen Aktivitäten der Telekom stehe, soll es sein, dass die Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt werden. Wann genau der Ausbau beginnen, steht noch nicht fest. In diesem Jahr sollen aber die ersten Arbeiten starten.

Die Einwohnerversammlung in der Aula der Oberschule findet am 27. März um 18.30 Uhr statt.

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