Einsammeln von Weihnachtsbäumen startet

Knutfeuer in der Region fallen aus. Trotzdem bleibt natürlich keiner auf seinem alten Christbaum sitzen. Doch was gilt es zu beachten?

Annaberg-Buchholz.

Nicht nur in Crottendorf hat sich das Knutfeuer zu einer Tradition gemausert. Seit 2013 laden der Traditionsjagdverein "An der Braunelle" und die Freiwillige Feuerwehr zum Baumverbrennen ein. In diesem Jahr wäre das 9. Knutfeuer dran gewesen, doch wegen Corona muss es ausfallen, wie die Feuerwehr informierte. Auch in anderen Orten im Altkreis ist das der Fall. Freilich muss trotz der Absagen keiner auf seinem Christbaum sitzen bleiben. Die Sammlung der Weihnachtsbäume durch den Entsorger startet am 11. Januar und dauert bis zum 15. Februar. Dabei gibt es für jedes Dorf und jede Stadt einen festen Tag, der im Abfallkalender steht und auch auf der Internetseite des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Südwestsachsen (Zas) zu finden ist - am Montag geht es beispielsweise in Annaberg und in der Pöhlbergsiedlung los.

Gut möglich, dass heuer wegen des Ausfalls der Knutfeuer mehr Bäume einzusammeln sind als üblich. "Die geplanten Weihnachtsbaum-Sammeltouren beruhen auf den Erfahrungen der Vorjahre. Werden deutlich mehr Bäume als in den Vorjahren bereit gestellt, kann es zu Verschiebungen kommen, da die Touren nicht taggleich fertig gestellt werden können", sagt Birgit Baumann, Bereichsleiterin operative Abfallwirtschaft beim Zas. Falls das der Fall ist, werde man aktuell informieren. Die Planungen könnten ebenso durch extreme Witterung mit viel Glatteis oder Schnee beeinträchtigt werden, ergänzt Birgit Baumann. 2020 hat der Entsorger derweil 23 Tonnen an Bäumen zusammengetragen, in den Vorjahren ebenfalls zwischen 20 und 23 Tonnen. Doch was gibt es neben dem Beachten des korrekten Termins am Sammlungstag zu beachten? Bis spätestens 6 Uhr muss sich der Baum am Standort der Tonnen für den Restmüll befinden, erklärt Birgit Baumann. Zentrale Sammelplätze für Bäume gebe es schon seit etlichen Jahren nicht mehr. Um ein problemloses Abtransportieren zu gewährleisten, dürfen die alten Christbäume höchstens 2,50 Meter groß sein und einen maximalen Stammdurchmesser von 15 Zentimetern haben, so die Zas-Mitarbeiterin. Ansonsten müssen sie zerkleinert werden. Schmuckreisig sei mit Naturfaden zu bündeln, sämtliche Dekoration, auch Lametta, ist zu entfernen.

Auch wenn die geselligen Knutfeuer vielen Menschen fehlen: Immerhin werden die alten Weihnachtsbäume einer sinnvollen Verwertung zugeführt. Sie werden nicht verbannt, sondern zur Verwertung transportiert, wo sie in einer Biogasanlage zur Energie-/Wärmeerzeugung dienen.

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11 Kommentare
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  • 3
    4
    ralf66
    09.01.2021

    Knutfeier, e richtig alter arzgebirgischer Brauch?
    Schod im dare erfundenen Tradition, do is mor natierlich niedergeschlong wenn's arste Sauffastl im Gahr net ausgericht warn ka.