Eltern bemängeln Platznot und Investitionsstau in Schule

Nachdem vor Kurzem die Grundschule im Schlettauer Stadtrat thematisiert wurde, fand ein Vor-Ort-Termin statt. Fazit: Nicht alle Probleme können schnell gelöst werden.

Schlettau.

Die Sanierung der Turnhalle Beutengraben und Brandschutzauflagen haben die Stadt Schlettau in den vergangenen Monaten viel Geld gekostet. Zwei teure Projekte, die notwendig sind, um den Schulstandort langfristig zu sichern. Doch damit allein ist es in den Augen vieler Eltern nicht getan. In der jüngsten Stadtratssitzung wollten Elternvertreter von der Verwaltung und dem Bürgermeister wissen, welche baulichen Maßnahmen kurz- bis mittelfristig angedacht sind. So wurde zum Beispiel der Hort angesprochen. Aktuell besuchen diesen mehr als 60 Kinder. Um genügend Platz für die Nachmittagsbetreuung zu haben, muss auch auf Klassenzimmer ausgewichen werden. So werde das Musik- und Kunstzimmer genutzt, erklärte eine Mutter. Was diesem Raum aber fehlt, sei Schallschutz. Selbst den Kindern sei es darin zu laut. Die Frage lautete daher, ob es möglich sei, den Dachboden auszubauen, um mehr Platz zu schaffen und eine Doppelnutzung von Zimmern zu vermeiden. So einfach sei das nicht, entgegnete Bürgermeister Conny Göckeritz. Zwar sehe auch die Verwaltung Potenzial in einem Dachbodenausbau. Doch um alle Vorschriften einhalten zu können, seien schnell mehrere Hunderttausend Euro notwendig. "Ich sehe diese Investition in den nächsten Jahren nicht", so Göckeritz.

Aktuell konzentriere sich die Stadt auf die Sanierung der Beutengrabenturnhalle. Der Plan sieht vor, die Halle bis zum Halbjahreswechsel wieder nutzbar zu machen. Alle geplanten Arbeiten können aus finanziellen Gründen aber nicht umgesetzt werden. So müsse zunächst auf einen Anbau, in dem die Geräte untergebracht werden sollten, verzichtet werden. Als Ersatz soll in einem Teil der Sporthalle ein Bereich abgetrennt werden, um die für den Schulsport notwendigen Geräte unterzustellen.

In der Diskussion nannten die Elternvertreter aber auch noch weitere Punkte, die aus ihrer Sicht angegangen werden sollten. So sei unter anderem die Garderoben-Situation schlecht. Im Zuge der Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen mussten die Garderoben von den Fluren entfernt werden. Seitdem konzentriert sich alles auf einen Bereich. Auch hier ist eine schnelle Lösung wohl nicht in Sicht. Doch ein Problem soll schon bald angegangen werden. Nach einer Vor-Ort-Begehung kam laut Bürgermeister Göckeritz die Idee auf, das Musikzimmer mit Schallschutzelementen auszustatten. Wenn alles klappt, soll das schon in den Ferien vom Bauhof umgesetzt werden. Zudem soll geschaut werden, inwieweit im Doppelhaushalt 2020/2021 finanzieller Spielraum für weitere Maßnahmen wie Renovierungen ist.

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