Erlöse aus Wald für Geyer kaum planbar

Noch vor wenigen Jahren hat der Holzverkauf der Stadt viel Geld eingebracht. Daran ist zurzeit nicht zu denken. Wie wird sich die Lage entwickeln? Eine schwierige Frage.

Geyer.

Lange war er eine sichere Einnahmequelle für die Stadt. Doch wann das für Geyers Kommunalwald wieder gelten wird, steht in den Sternen. Die Stadt hat das gleiche Problem wie viele andere Waldbesitzer. "Die Holzpreise sind weiter gesunken. Durch die Borkenkäfer-Situation ist kein Ende abzusehen", sagte Stadtforstleiter Thomas Hirsemann in der jüngsten Ratssitzung. Holzeinschlag wie in früheren Jahren ist daher vorerst nicht zu erwarten.

Laut dem nun beschlossenen Forstwirtschaftsplan rechnet die Verwaltung damit, dass sich an der Lage zunächst wenig ändert. Für 2021 wird einkalkuliert, dass sich Einnahmen und Ausgaben für den rund 1300 Hektar großen Kommunalwald die Waage halten. "Wir planen mit plus minus 0", so Hirsemann. Dafür müssten nach jetzigem Stand etwa 9000 Festmeter Holz verkauft werden. Allerdings gleiche der Forstwirtschaftsplan für 2021 und 2022 einem Blick in die Glaskugel. Es sei nicht absehbar, wie sich der Holzmarkt entwickelt. Für das übernächste Jahr werden wieder rund 437.000 Euro Einnahmen wie in früheren Jahren einkalkuliert. Es ist aber völlig unklar, ob daraus etwas wird.

Infolge von Stürmen, Trockenheit und Borkenkäferplage hat sich die Lage am Holzmarkt drastisch geändert. Es sind große Mengen Schadholz angefallen. "In einigen Gebieten Deutschlands hat sich die Fichte bereits komplett verabschiedet", erklärte Hirsemann. Erst wenn das Schadholz aufgearbeitet sei, könne die Baumart für den Verkauf wieder interessant werden.

Was den Geyerschen Wald betrifft, so gebe es zwar derzeit rund 1000 Kubikmeter "Käferholz". Aber die Situation sei längst nicht so schlimm wie in flacheren Lagen. Auch älteres Schadholz, etwa als Folge von Stürmen, sei zum Teil noch vorhanden und müsse aus dem Wald gebracht werden. Davon hängt auch die spätere Aufforstung ab, also das teilweise Anpflanzen von neuen Bäumen.

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