Falsche Rechnungen für Telefonsex

Verbraucherzentrale warnt vor neuer Masche

Annaberg-Buchholz/Aue.

Die Verbraucherzentrale warnt vor falschen Rechnungen und Mahnungen für erotische Dienstleistungen, die im Erzgebirge die Runde machen. Wie Simone Woldt, Leiterin der Beratungsstelle Aue, mitteilt, flattern in den meisten Fällen postalische Schreiben in die Briefkästen der Betroffenen. So auch bei einem Johanngeorgenstädter, der gleich zwei Rechnungen von verschiedenen Firmen erhielt. Beide sollen ihren Sitz in Tschechien haben. Die Gebühren von jeweils 90 Euro sollten in Form von Bargeld per Post mit einem Einschreiben verschickt werden. Obwohl der Betroffene nachweisen konnte, dass er zu den angegebenen Zeiten keinerlei Anrufe getätigt hatte, bekam er weitere Mahnungen, die auf jeweils 198 Euro gestiegen sind. Auch weitere Schritte seien angedroht worden.

"Angst ist kein guter Berater. Auch wenn die Drohkulisse und die Angst vor Bloßstellung groß ist, sollten Betroffene nur zahlen, wenn sie tatsächlich eine kostenpflichtige Dienstleistung in Anspruch genommen haben", erklärt Woldt. "Das Konto im Ausland und die Aufforderung, Geld per Post zu versenden, sind Indizien für unseriöse Geschäftemacher." Im Zweifel berate die Verbraucherzentrale. (tjm)

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