Familie in Not schöpft wieder Hoffnung

Mehr als 36.400 Euro sind bislang bei "Leser helfen" für die Crottendorfer Silke, Julian und Helge Krauß gespendet worden. Manche Geste geht besonders ans Herz.

Crottendorf.

Silke Krauß ist noch dabei, die Männeln aufzubauen. Sie freut sich mit ihrer Familie auf Weihnachten - etwas, das angesichts ihrer Sorgen nicht selbstverständlich ist. "Aber wir haben wieder Hoffnung", sagt die Erzgebirgerin, die mit ihrem schwerstbehinderten Sohn Julian und ihrem Mann Helge in einer Notlage ist. Das Schicksal der Drei, die die "Freie Presse"-Aktion "Leser helfen" unterstützen möchte, bewegt viele Menschen. Seit dem Auftakt vor zwei Wochen sind mehr als 36.400 Euro für sie gespendet worden. Geld, das vor allem helfen soll, die Wohnsituation der Familie zu verändern.

Die Crottendorfer leben in einem baufälligen Haus verteilt auf mehreren Etagen. Vater Helge wollte eigentlich mit viel Eigenleistung das Erdgeschoss behindertengerecht umbauen. Doch er kann das nicht mehr, weil er selbst schwer krank ist. In diesem Jahr erhielt er die Diagnose Darmkrebs, wurde operiert. Die Chemotherapie dauert noch an. Daher dient das kleine Wohnzimmer im Obergeschoss weiter auch als Schlafraum für Silke Krauß und ihren zwölfjährigen Sohn Julian, der 2007 viel zu früh in der 23. Schwangerschaftswoche geboren worden ist. Die Folgen sind bis heute geblieben. Besonders fehlt im Alltag ein behindertengerechtes Bad. Julian kann nur mithilfe einer Schüssel gewaschen werden. Auch das alte Dach ist sehr baufällig.

Doch das ist ein Punkt, bei dem die Crottendorfer nun praktische Hilfe erfahren. Wie Silke Krauß schildert, kam die örtliche Dachdeckerei Volte auf sie zu und macht das Dach erst einmal winterfest. Die Notlage der Drei bewegte auch andere dazu, spontan helfen zu wollen. So verkaufte der Verein der Heimatfreunde Oberpfannenstiel ein Souvenir beim Anschieben der neuen Ortspyramide für Familie Krauß. 150 Euro kamen zusammen, die laut dem Vorsitzenden Christoph Baumann vor Ort übergeben werden sollten. Am Ende wurden 300 Euro und ein Präsentkorb daraus. Es sind bewegende Momente - wie auch jener, als Silke Krauß einen Umschlag mit Geld und der Aufschrift "Spennde mein Taschengeld" fand. "Wir können allen Unterstützern nur danken. Auch diesem kleinen Spender ganz lieben Dank und eine dicke Umarmung", sagt sie.

www.freiepresse.de/leserhelfen

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