Finanzspritze für Fahrräder

Die Gebietsverkehrswacht hatte am Dienstag Grund zur Freude. Sie ist eine von fünf gemeinnützigen Organisationen, die der Werbering mit dem Erlös aus der jüngsten Adventstombola unterstützt.

Annaberg-Buchholz.

Bereits beim Betreten des Geländes springt dem Besucher sofort ins Auge, um was es geht. Besser gesagt rollt es direkt auf einen zu. Ein kleiner Junge fährt auf seinem Fahrrad durch den Verkehrsparcours, macht einen Schulterblick beim Linksabbiegen und hält pflichtbewusst an einer roten Ampel. Was nach Spaß aussieht, ist Teil des Übungsprogramms für die anstehende Fahrradprüfung. Sollte er diese erfolgreich absolvieren, wäre er einer von rund 620 Viertklässlern, welche die diesjährige Prüfung bestanden und ihren Fahrradpass erhalten haben. Auf den ersten Blick läuft also alles einwandfrei in der Gebietsverkehrswacht Annaberg-Erzgebirge. Allerdings fehlt es der gemeinnützigen Organisation laut Vorstandsvorsitzendem Holger Trautmann an finanziellen Mitteln, um die vielfältigen Angebote auch weiterhin aufrechterhalten zu können. Darunter fallen neben dem Fahrradparcours auch die Verkehrserziehung und Ausbildung bzw. Betreuung von Verkehrserziehungshelfern an Grundschulen sowie Verkehrsteilnehmerschulungen und Informationsveranstaltungen.

Um die finanziellen Sorgen weiß offenbar auch der Werbering, der dem Verein am Dienstagnachmittag eine Spende über 600 Euro aus seiner Adventstombola zugutekommen ließ. Aber auch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, das Kriseninterventionsteam, das Projekt "Kunst in der Stadt" sowie das Jugendzentrum Meisterhaus gehören zu den fünf Spendenempfängern. Wofür die Spende konkret verwendet wird, weiß Trautmann zwar noch nicht, aber es gebe ausreichend Baustellen, wo das Geld gut angelegt wäre. So zum Beispiel bei der Reparatur der Trainingsgeräte wie Fahrräder, Minimopeds und Co. Aber Geldnot ist nicht die einzige Sorge des Vereins. Es fehle an weiteren motivierten Beteiligten, die das Projekt mit Leben füllen. Dies betreffe insbesondere die Moderatorentätigkeit. Laut Trautmann könnten so viel mehr Schulungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Und diese sind wohl mehr als nötig, wenn man die aktuelle Studie zur Verkehrssicherheit in Sachsen betrachtet. Demnach seien in den ersten vier Monaten des Jahres bereits 56 Menschen ums Leben gekommen, alarmierende Zahlen, die Anlass zum Handeln geben.

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