Für Bau bei den "Bingegeistern" weichen ganze Wände

Das Erdgeschoss in Geyers Kindertagesstätte wird von Grund auf erneuert. 2019 folgt ein weiterer Abschnitt - und das alles bei laufendem Betrieb. Doch der Mittagsschlaf ist gesichert.

Geyer.

Die Fußböden sind rausgerissen, teilweise mussten ganze Wände weichen: Im Erdgeschoss der Kindertagesstätte "Bingegeister" in Geyer bestimmen Bauarbeiten das Bild. Ende Juli haben sie begonnen und sollen in diesem Bereich wohl bis Februar dauern. Dann ist ein weiterer Bauabschnitt in der Einrichtung geplant, die im nächsten Jahr 40 Jahre alt wird.

Die Arbeiten erfolgen im Auftrag der Stadt, der das Objekt gehört. Betrieben wird die Kindertagesstätte indes vom Christlichen Jugenddorfwerk Sachsen. "Natürlich gibt es durch den Bau Verbesserungen. Das ist auch notwendig", sagt Leiterin Kerstin Petzold. Ein wichtiger Punkt sei etwa die Erneuerung der Küche, in der manche Details wie die Fliesen genauso alt waren wie die Einrichtung selbst. Nun kommt der ganze Raum an einen anderen Platz, die Situation in den Garderoben soll sich ebenso ändern. "Es wird nach dem Bau drei großzügige Garderobenbereiche geben, die auch zwei Ausgänge in den Garten haben", erklärt die Leiterin. Zudem soll der Eingangsbereich der Kindertagesstätte umgestaltet, verbreitert und etwas versetzt werden. Dort komme auch eine Info-Ecke für die Eltern hin. Bislang hängen die Aushänge verteilt im Gebäude, sie sollen aber an einen zentralen Ort. Platz für Gespräche gibt es dann ebenso.

Etwa 506.000 Euro kalkuliert die Stadt Geyer nach jetzigem Stand für beide Abschnitte ein. Dabei kann sie mit 313.000 Euro Fördergeld rechnen. Beim zweiten Teil der Arbeiten wird es vor allem um brandschutztechnische Belange wie Fluchttüren, Rauchschutzabtrennungen und anderes mehr gehen. "Im nächsten Jahr um diese Zeit müssten wir mit allem durch sein", sagte Bürgermeister Harald Wendler (Die Linke) am Dienstag im Stadtrat. Das Gremium stimmte zugleich Mehrkosten von rund 4900 Euro für bereits beauftragte Leistungen in den Bereichen Elektro/Brandschutz sowie Heizung/Lüftung/Sanitär zu.

Solche umfangreichen Bauarbeiten bei laufendem Betrieb in einer Kindertagesstätte sind nicht einfach. "Aber es funktioniert alles ganz gut", sagt Leiterin Kerstin Petzold. Anstelle der Küche etwa wurde vor dem Eingang ein Küchencontainer aufgestellt, auch wenn das einiges an Lauferei mit sich brachte. Der Sportraum wird vorübergehend als Garderobe für die Kinder genutzt, außerdem wurden der Einrichtung zwei große Pavillons von der Stadt zur Verfügung gestellt. "Als es noch wärmer war, konnten wir dadurch oft draußen essen. Dank einer Spende wurden auch Bänke und Tische gekauft", sagt Petzold. Und was besonders wichtig sei: Während der Mittagsruhe von 12 bis 14 Uhr sei wirklich Stille. Ansonsten sei schon zeitweise eine Geräuschkulisse da.

Bei den "Bingegeistern" werden zurzeit 36 Krippen- und 79 Kindergartenkinder betreut. Um die Kleinen kümmern sich 17 Erzieherinnen, hinzu kommen vier Mitarbeiter im technischen Bereich. "Seit Mai konnten wir vier neue Erzieherinnen einstellen. Darüber sind wir sehr glücklich", sagt Kerstin Petzold. Sie selbst arbeitet seit 1984 in der Einrichtung, leitet diese sei 2007. Doch sie übernimmt auch gern Dienste in den Gruppen, wenn das notwendig ist. Froh ist sie, dass die Kinder mit dem Bau gut zurechtkommen. An den Gruppenräumen selbst, die sich in den oberen Etagen befinden, wird sich indes nichts ändern.

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