Hammerlinde ist todkrank

Der ortsbildprägende Baum in Frohnau ist vom Brandkrustenpilz befallen. Ein Sachverständiger gibt dem Naturdenkmal noch fünf bis zehn Jahre.

Frohnau.

Schock in Frohnau: Die Linde vor dem Frohnauer Hammer ist todkrank. Sie wurde vom sogenannten Brandkrustenpilz befallen. Dieser mindert die Standfestigkeit der Bäume dramatisch. Quasi ohne Vorwarnung können von diesem Pilz geschädigte Bäume umstürzen. Um das zu verhindern gab es in der Stadt zunächst Überlegungen, das Naturdenkmal sofort zu fällen. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben sich während ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag dann allerdings dagegen entschieden. Sie wollen den ortsbildprägenden Baum noch so lange wie möglich erhalten.

Ein zu Rate gezogener Sachverständiger hat die Lebenserwartung der etwa 300 Jahre alten Linde auf noch fünf bis maximal zehn Jahre angesetzt. Aus eigener Kraft sei der Baum nicht mehr in der Lage, sich zu regenerieren. Angesichts dessen und mit Blick auf die Verkehrssicherheit auf der Sehmatalstraße sollen sofortige Sicherungsarbeiten an der Linde erfolgen. Dazu gehört der Rückschnitt der Baumkrone im Umfang von etwa 20 Prozent. Ferner sind regelmäßige Kontrollen durch Sachverständige notwendig.

Christoph Ulrich

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