Hundekot ärgert Bauern

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Die Hinterlassenschaften von Bello und Co sind vielen Menschen ein Dorn im Auge. Für andere Vierbeiner können sie aber sogar zur Gefahr werden - und damit auch für Zweibeiner.

Niederwürschnitz.

Das Ärgernis Hundekothaufen ist vielerorts nicht neu - das gilt auch für Niederwürschnitz. Bürgermeister Matthias Anton hatte es erst im Oktober auf einer Ratssitzung zur Sprache gebracht, nun wiederholte er das - und bekam Rückenwind von Gemeinderat Jörg Grimm (CDU). Der brachte einen Aspekt ins Spiel, der bislang nicht im Fokus stand.

Grimm ist Landwirt, und darum ging es ihm weniger um die Unappetitlichkeit der Hundehinterlassenschaften und die Gefahr für Spaziergänger, eine solche "Tretmine" zu übersehen. Er machte darauf aufmerksam, dass Hundekot, wenn er auf Wiesen oder Weiden hinterlassen wird, wieder in die Nahrungskette des Menschen gelangen kann.

Denn Anton hatte insbesondere auf die Hundehaufen entlang der Schaftreibe, die durch landwirtschaftliche Nutzflächen führt, hingewiesen. "Das ist schon abartig, was da rumliegt", sagte er auf der Ratssitzung. Gegenüber "Freie Presse" ergänzt er: "Die Haufen liegen überall, auf dem Weg und neben dem Weg." Vor allem Letzteres beschäftigt Grimm. "Die Leute denken, hier ist ja alles Wiese, und lassen ihre Hunde frei rennen." Aber: Keiner denke daran, dass ein Hund Fleisch und Aas frisst und in dessen Exkrementen darum "Trichinen, Bandwurmlarven und noch ganz andere Dinge drin sind". Diese gelangen dann mit dem Gras in die Nahrungskette der Kuh, die sich eigentlich rein pflanzlich ernährt. "Wir haben da keine Chance, das rauszufiltern", sagt Grimm. Auch wenn es Fleischbeschauen gebe, so könnten Trichinen - das sind Fadenwürmer - beispielsweise nicht 100-prozentig ausgeschlossen werden. Darum seien Hundehaufen den Landwirten ein Dorn im Auge.

Für den Niederwürschnitzer Bürgermeister ist die Situation schon deshalb nicht nachvollziehbar, weil die Gemeinde entlang der Rad- und Wanderwege gerade erst 20 neue Müllkübel aufgestellt hat. "Die werden in Bezug auf den Müll sehr gut angenommen." Aber was die Hundehinterlassenschaften betreffe, so lägen die Haufen selbst unmittelbar am Müllkübel. "Ich habe selbst einen Hund. So eine Tüte mitzunehmen und sie dann im Kübel zu entsorgen, ist doch nun wirklich kein Aufwand."

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