Kreistag gegen Aufnahme von 30 Geflüchteten

Die Serie schlimmer Bilder aus den griechischen Flüchtlingscamps reißt nicht ab. Grüne und Linke wollen ein Stück mehr helfen - die Mehrheit der Kreisräte sieht das anders.

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22Kommentare
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  • 6
    1
    mops0106
    29.06.2020

    @Alcapone: "Wenn ich träumen dürfte: nehmt die Jugendlichen auf..."

    Wenn ich träumen dürfte, würden immer mehr Menschen aufhören zu träumen, damit die, die realistisch sind, aus diesem Albtraum aufwachen könnten.

  • 6
    2
    Malleo
    29.06.2020

    Die Hinweise der Moderatoren fanden Berücksichtigung.
    alcapone
    Nach Ankunft im Land seiner Wahl setzt man von den Geflüchteten voraus, dass sie sich integrieren.
    Viele ziehen es aber vor, sich in bestehende Parallelgesellschaften zu "integrieren" mit den bekannten fatalen Folgen sozialer hotspots(Marxloh, Neukölln usw.)
    Sie leben dort, ohne ein Wort deutsch sprechen zu müssen und gehen i.d.R. keinen versicherungspflichtigen Jobs nach.
    In der Folge erhalten 2 von 3 Flüchtlingen Hartz IV.
    Sie gehören auf Dauer den niedrigst Qualifizierten an, für die der Steuerzahler in den nächsten 20 Jahren 400 Mrd. € zusätzlich aufbringen muss (ZEW Prof. Bonin)
    Alcapone, noch ein Gedanke zu Ihren frommen Wünschen.
    Islam Konferenz 1990:
    Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, soweit er damit nicht die Grundsätze der Scharia verletzt.
    Das klingt weder nach Aufklärung noch nach westlichen Demokratieverständnis.
    Norbert Fiedler BDK:
    Die Integration von Gruppen in eine individualisierte Gesellschaft ist unmöglich.
    Deshalb wünsche ich Ihnen viel Erfolg, versuchen Sie es!

  • 7
    3
    ralf66
    29.06.2020

    @Alcapone, ökonomisch und wirtschaftlich ist nicht alles vertretbar was Sie für gut befinden.
    Die Tatsache ist, wenn schon Einwanderung, dann Fachkräfteeinwanderung nach marktwirtschaftlichem Bedarf oder haben Sie nicht gelesen was ein Flüchtling pro Jahr kostet?

  • 6
    3
    mops0106
    29.06.2020

    Alcapone, das meine ich nicht nur auf die Region und auf Sachsen sondern auf ganz Deutschland bezogen. Meine "Vorredner" haben ausführlich begründet, warum. Wir können von Glück sagen, dass wir nicht in Berlin, NRW, Hamburg, Stuttgart... wohnen. Aber wie lange noch?

  • 4
    11
    Alcapone
    29.06.2020

    @mops: Ergänzung „wir brauchen jeden, der sich mit seine Gaben in die Gesellschaft einbringt“ - ich verstehe nicht, warum eine Region, die schon so einen massiven Aderlass bei der eigenen Jugend hat (Geburtenrate und Abwanderung) sich so dermaßen nach außen verschließt, dabei weiß ich persönlich wie anstrengend und schwer Integrationsarbeit ist, aber eben auch welche Möglichkeiten darin liegen. Machen wir uns nix vor: wegen des Welterbetitels, der Landschaft und relativ günstigem Bauland zieht keiner aus BW, BY, ... ins Erzgebirge uns dass sich hier Hightech oder Industrie im großen Maßstab ansiedelt das dürfte auch keiner glauben. Warum Jugendlichen aus anderen Ländern nicht hier eine Chance eröffnen?

  • 13
    4
    klapa
    28.06.2020

    '... die Mehrheit der Kreisräte sieht das anders' - Und das gut so, weil es dem Willen der Wähler entspricht.

  • 28
    8
    Einspruch
    28.06.2020

    Die Entscheidung bleibt hoffentlich beim nein und ist auch richtig so.
    Es bleibt mir unbegreiflich, wie man den einheimischen Jugendlichen kaum Perspektiven geben kann, mit oder ohne guten Noten, mit oder ohne Abi, ständig Leute auf die Straße setzt, die oft ein langes Arbeitsleben mit vielen erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten hinter sich haben. Danach wartet dann die Alters- armut mit nochmals zu versteuernder Rente. Es ist durch die weitere Digitalisierung und Automatisierung trotz Demographie kaum Bedarf für immer weitere Leistungsempfänger, die erst aufwändig fit gemacht werden müssen und größtenteils am Tropf der Gesellschaft hängen bleiben werden. Wenn ich und meine Gutste nach bald 40 Arbeitsjahren ausgemustert werden, sind wir noch leistungsfähig und können viel, aber sind nicht mehr gefragt. wir sollen durch immer weitere Neuankömmlinge , die dann zu Dumpinglöhnen verramscht werden, ersetzt werden. Das werden doch nicht alles Programmierer und Ärzte. Wer glaubt denn so was? Und wer soll die brauchen?. Einige wenige sehr Intelligente und die Künstliche Intelligenz werden auch dort für weniger Bedarf sorgen. Aber Schlagzeilen wie in Stuttgart und auch hier aus dem Zentrum, die dürften Normalität werden. Wer so etwas ständig fordert, ist fernab der Realität, was die Leistungsfähigkeit unserer Sozialsysteme betrifft.
    Es dürfte sich auch ausschließlich um Lippenbekenntnisse handeln, da die überaus Hilfsbereiten Idealisten davon ausgehen, das sie sich in der Masse derer, denen sie das aufbürden, (z.B. unseren eigenen Enkeln und Kindern), verstecken können. Deren Zukunft setzen sie für ihren sozialen oder grünen Idealismus aufs Spiel. Von der immer labiler werdenden Sicherheitslage und immer weiteren No go Areas mal abgesehen.

  • 24
    10
    mops0106
    28.06.2020

    "Schon demografisch brauchen wir jeden."

    Das sehe ich nicht so.

  • 11
    30
    Alcapone
    28.06.2020

    Wenn ich träumen dürfte: nehmt die Jugendlichen auf. Fügt sie in eure Vereine ein. Begleitet sie. Bildet sie aus in Berufen, die wir im Gebirge brauchen. Macht es ihnen schwer wieder aus den Erzgebirge wegzuziehen. Das gleiche gilt im Übrigen auch für alle Schulabbrecher, gebt keinen verloren. Schon demografisch brauchen wir jeden. Just a dream.

  • 26
    6
    klapa
    28.06.2020

    Vierter Versuch

    Meine Meinung widerspiegelt sich in der Meinung vieler Anderer, die besagt, dass der deutsche Steuerzahler nicht verpflichtet ist oder es ihm auch nicht zur Pflicht gemacht werden kann, für das Elend in der Welt aufzukommen, weil er es nicht verursacht.

    Verursacht wird es von Politikern, die im Moment in der Welt das Sagen haben. Und dazu gehört auch Frau Merkel mit ihrer direkten und indirekten Unterstützung von Agressions- und Interventionspolitik in vielen Teilen der Welt, die die Ursachen von Fluchtbewegungen sind.

    Solidarität mit tatsächlich Bedürftigen ist gut und richtig. Die Ehrlichkeit verlangt aber auch, das Wort und Tat bei jedem Einzelnen möglichst eine Einheit bilden, was recht selten der Fall ist.

    Und da sollten auch persönliche Fragen möglich sein.

  • 27
    5
    klapa
    28.06.2020

    Ist es opportun, Inke zu fragen, ob hinter ihrer Aufforderung, 'Menschen hier einen sicheren Aufenthalt bzw. eine Zukunft zu geben', mehr als nur verbales Bekenntnis steckt.

    Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die von anderen verlangen, was sie selbst nie tun würden.

    So was nennt man Lippenbekenntnisse.

  • 21
    4
    mops0106
    27.06.2020

    @Malleo: Ich bin da ganz bei Ihnen, wie man so schön sagt.

  • 37
    16
    Lesemuffel
    27.06.2020

    Ein sehr vernünftiger Kreis, realitätsbezogene Entscheidung. Das war cool. Mal sehen wie jetzt der Druck von DD und B auf den Kreis aufgebaut wird, ob gar Frau Merkel interveniert.

  • 43
    9
    Malleo
    27.06.2020

    Mops
    Eine Frau in Niger bringt im Schnitt 7 Kinder zur Welt.
    Auch hier gilt, Bildung ist die beste Empfängnisverhütung.
    Der ghanaische Präsident hat klar ausgedrückt, dass jegliche Entwicklungshilfe für Afrika zwecklos ist, weil auch von den korrupten Eliten im Jahr über 50 Mrd. $ illegal ins Ausland transferiert werden, mehr als Afrika in Summe als E-Hilfe erhält!
    Afrika regiert sich selber arm und man lässt sich über Jahrzehnte lieber von der UNHCR alimentieren.
    In den 1970 Jahren war Südkorea ärmer als der Sudan.
    Wie sieht es heute aus?
    Hightec aus Südkorea und Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Sudan.
    Die Antwort auf das warum das so ist, könnte mit der neuen Rassismusformel nicht zur Deckung gebracht werden.
    Sie kann jeder für sich suchen.

  • 38
    12
    mops0106
    27.06.2020

    @ralf: Richtig. Ergänzend muss man noch erwähnen, dass die sehr hohe Geburtenrate einen sehr großen Anteil am Elend in Afrika hat. Durch diese werden knappe Ressourcen noch knapper und die Stämme und Volksgruppen bekämpfen sich gegenseitig, was zu riesigen Fluchtströmen innerhalb Afrikas führt und zu immer größeren Migrationsbewegungen nach Europa.

  • 42
    17
    mops0106
    27.06.2020

    @Schreiber und @Inke:
    Sie können gerne mal googeln, wie viele Menschen Deutschland in den letzten Jahren aufgenommen hat (und das sind nur offizielle Angaben). Nur die wenigsten wurden anerkannt als Flüchtlinge/ Asylanten; einige mehr erhielten subsidären Schutz. Von den letztgenannten wollen die wenigstens zurück in ihre Länder. Von den vielen Menschen, die keinerlei Bleiberecht haben und trotzdem offiziell gefördert hierbleiben dürfen, gar nicht erst zu sprechen.
    Und bereichert haben sich an Waffenexporten, Billigexporten... nicht die "normalen" Bürger unseres Landes. Ich kenne auch niemanden aus meinem Verwandten-/ Bekanntenkreis, der sich in den Nahostkonflikt eingemischt und sonstige Kriege angezettelt hätte. Aber leiden müssen wir alle als Bürger unseres Landes (z.B. Kriminalität). Übrigens: Haben Sie schon Migranten bei sich aufgenommen, sorgen für diese, bis sie eventuell für sich selbst sorgen können/ wollen?

  • 38
    14
    ralf66
    27.06.2020

    @Schreiber123, dass viele afrikanischen Staaten für ihre allgemeine schlechte Gesamtlage aber auch selbst eine Verantwortung tragen, dass kommt Ihnen nicht in den Sinn, Sie suchen die Schuld dafür nur bei anderen.
    Ohne Agrarimporte die auch Deutschland mit dem Export dorthin tätigt, könnten sich diese Länder nicht ernähren, obwohl man in manchen Gegenden Afrikas mehrmals ernten könnte ist dort die Landwirtschaft so unterentwickelt, dass eine Ernährung der Bevölkerung ohne Einfuhren nicht möglich wäre.
    Deutschland ist ein sehr kleiner Agra-Exporteur nach Afrika, Ihre Kritik müsste dann eher nach China und andere asiatische Länder wie u.a. auch Indien gehen, dort wäre sie besser angebracht. Der Wahrheit halber sollten Sie dann wenigstens erwähnen, dass Deutschland auch Agrarprodukte aus afrikanischen Ländern einführt.
    Die Waffenexporte Deutschland in afrikanischen Länder müsste Sie mir mal genau benennen, welche Länder das sind und wie die das bezahlen, ich denke eher auf dem afrikanischen Kontinent bei Waffen an Kalaschnikow als an Heckler & Koch!
    Machen Sie sich doch mal die Mühe das Land zu benennen was auf der Welt über Jahrzehnte durch ständige Kriegstreiberei Flüchtlinge produziert hat, was Religionskonflikte geschaffen hat und einseitig einen nahöstliche Staat unterstützt dem durchaus in seinem Tun und Handeln freien Lauf gelassen wird ohne das dieses Land damit im Recht wäre.
    Zu Syrien, ein Bürgerkriegsland produziert sein ca. 10 Jahren aus seiner eigenen Bevölkerung selbst Flüchtlinge, die sind dafür selber zuständig für das Elend in ihrer Bevölkerung, mit der Aufnahme ständig neuer Flüchtlinge wird doch dieser unsägliche Zustand nur noch unterstützt, an Befriedung denkt wahrscheinlich keiner, was die Lösung des Problems wäre und nicht die ständige Aufnahme von Flüchtlingen. Erst war es das Erbe der Kolonien was für die Not in Afrika verantwortlich gemacht wurde, jetzt sind es die Agrarexporte, die Waffenexporte und der Klimawandel, dass Afrika über Jahrzehnte lang mit hohen Geldsummen unterstütz wurde aber sich nichts durchgreifendes veränderte, dass dort Bürgerkriege geführt wurden statt die Felder zu bestellen und zu ernten, dass dort Korruption, Machtmissbrauch und Unkompetenz bis heute herrsch ist wahrscheinlich nicht so schlimm, jetzt wird dort die Bevölkerung nicht mehr von Kolonialisten unterdrückt sonder von selbst ernannten Machthabern aus dem eigenen Volk.

  • 27
    50
    Inke
    27.06.2020

    "Was geht mich das Elend anderer Menschen an?" Tolle Einstellung. Zu versuchen diesen 30 (!) Menschen hier einen sicheren Aufenthalt bzw. eine Zukunft zu geben, wäre für mich ein Ansatz gewesen, der einer Welterberegion würdig ist. Beschämend nenne ich dieses Verhalten, vor allem wenn man sich Mitglied einer "christlichen" Partei nennt.

  • 42
    18
    Malleo
    27.06.2020

    Es ist einmal gut zu wissen, dass nicht alle der Betroffenheitskultur folgen!!

  • 23
    47
    Schreiber123
    27.06.2020

    Man "könne nicht die Probleme der Welt lösen". Wenn man solche Floskeln loslässt, sollte man sich vorher auch informieren, wer denn der eigentliche Ursprung der Probleme ist. Deutschland trägt sehr wohl Mitschuld am Elend anderer Länder. Durch Waffenexporte in Krisengebiete, Billigexporte von subventionierten Agrarprodukte nach Afrika und Einmischung in den Nahostkonflik haben Menschen nun mit Hunger, Krieg und Terror zu kämpfen.
    Wir bereichern uns also erst an diesen Menschen und beschweren uns dann, wenn sie suchen, was für uns so selbstverständlich ist, dass es scheinbar keiner mehr wahrnimmt : Frieden und Sicherheit.

    Auch wenn ein einzelner Kreistag nicht allein dafür verantwortlich ist, zählt doch jedes einzelne gerettete Menschenleben. Solche Floskeln Zeugen von purem Egoismus ohne jegliche Solidarität. Hier könnte das Geld mal sinnvoll verwendet werden, sonst versickert es doch nur wieder in irgendwelchen Kanälen.

  • 42
    19
    mops0106
    27.06.2020

    "Es wäre doch schön, wenn wir mit einer Zustimmung zum coolsten Landkreis Sachsens werden würden", rief sie (Linke-Kreisrätin Karoline Loth) euphorisch in die Runde."

    Ich finde es nicht "cool", wenn wir in unserem Land, unserer Gesellschaft immer mehr Probleme verursachen (Kosten, Kriminalität, Nichtakzeptanz großer Teile unserer Bevölkerung und damit verbundener Probleme im Zusammenleben...).

  • 44
    19
    ralf66
    27.06.2020

    Das Grüne immer wieder nur auf die Tränendrüsen drücken können ohne das Drumherum auch mit zu erfassen, zu berücksichtigen.
    Schön das der Artikel mal Preise von amtlicher Stelle beinhaltet,
    50.000 Euro im Jahr pro Flüchtling, was Deutschland hier Milliarden Summen an Geld über Jahre hinweg aufbringt, die durchaus auch anders verwendet werden können ist unglaublich und den Grünen reicht das immer noch nicht.