Marienberger Mahnwache wird fortgesetzt

Friseurin ruft bürgerliche Mitte erneut zu friedlicher Demonstration auf

Marienberg.

Die Mahnwache auf dem Marienberger Marktplatz wird fortgesetzt. Die Initiatorin Susanne Stülpner ruft für heute die bürgerliche Mitte erneut zu einer friedlichen Demonstration auf.

Bei der Premiere versammelten sich rund 350 Menschen, zündeten Kerzen am Herzog-Heinrich-Denkmal an - im Gedenken an den in Chemnitz getöteten 35-Jährigen. Die Tat hatte in Chemnitz Proteste sowohl von rechten als auch linken Gruppen ausgelöst. In der Bergstadt blieb alles friedlich. Und das soll sich bei der zweiten Auflage nicht ändern. Stülpner wendet sich erneut gegen Hetze in jedwede Richtung: "Kinder und Eltern können gern Plakate anfertigen, aber jeglicher hetzerische Inhalt wird nicht geduldet."

Die Mahnwache beginnt 18.30 Uhr und endet 19.30 Uhr. Die Versammlung sei wieder ordnungsgemäß angemeldet. Stülpner wird am erneut zu den Bürgern sprechen. Ab der dritten Auflage sollen Gastredner eingeladen werden. Die alleinerziehende Mutter hofft, mit der Aktion noch mehr Erzgebirger zu aktivieren. Sie habe bereits eine Anfrage erhalten, wonach auch in Annaberg eine Mahnwache vorgesehen wäre. Noch sei aber nichts konkret.

Stülpner will die Politik an ihre Verantwortung erinnern, Sorgen und Ängste der bürgerlichen Mitte ernst zu nehmen. Das Thema Asyl sei nur die Spitze des Eisbergs. Der eigentliche Kern des Problems seien soziale Ungerechtigkeiten. Stülpner plant, die zu den Mahnwachen gesammelten Sorgen der Bürger von einer Vertretung an Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Chemnitz übergeben zu lassen.

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