Musiker erinnern an namhaften Kollegen

Feier für Zithersolist und gebürtigen Bärensteiner Curt Herbert Richter

Bärenstein/Lauter-Bernsbach.

Zithersolist und Komponist Curt Herbert Richter (1898-1974) wäre am 6. November 120 Jahre alt geworden. Dem runden Geburtstag des bekannten Sohns von Bernsbach widmet der örtliche Erzgebirgszweigverein (EZV) eine musikalische Feier, zu der für heute, 17 Uhr in die Mehrzweckhalle in Lauter-Bernsbach eingeladen wird. "Es ist wohl die letzte Ehrung dieser Art für einen großen Musiker", glaubt Matthias Herrmann vom EZV. Warum? "Weil sich für derlei historische Dinge fast keiner mehr interessiert." In seinen Worten schwingt Wehmut mit. Der 60-Jährige ist leidenschaftlicher Chronist, hat für sein Heimatdorf viel Wissenswertes aus längst vergangenen Tagen ans Licht geholt. Dazu braucht es Geduld, Zeit und Hingabe. "Die Musik von Richter verdient es", weiß Herrmann. Richter, geborener Bärensteiner aus einer musikbegeisterten Familie, schaffte es vielfach auf die Bühnen der Region - mit Größen seiner Zeit wie Anton Günther, Stefan "Saafnlob" Dietrich und Albert Schädlich. Die Liebe zur Heimat hat Richter in Noten gefasst. Zu den geläufigsten Liedern gehören laut Herrmann "De Postkutsch" und "De Schwarzwasserperlen". Nach letzterem Titel ist eine Volksmusikgruppe benannt, die die Feier heute mitgestaltet. Zudem erinnern Zithersolist Thomas Baldauf und der Männerchor Bernsbach an Richter - musikalisch vor allem, also standesgemäß. Richter wohnte seit seiner Hochzeit mit Elfriede Wetzel ab 1938 in Bernsbach und arbeitete in einer Metallfabrik als Monteur und Dreher. Er formte eine Betriebskapelle und hatte sogar im Rundfunk Gastspiele als Zithersolist.

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