Neues Schild soll für noch mehr Dampf sorgen

Der Schlettauer Bahnhof ist nun offiziell Mitglied der Dampfbahn-Route Sachsen. Und die Verantwortlichen bauen weiter an der Zukunft.

Schlettau.

Als Auszeichnung will Jochen Meyer das neue, am Wochenende übergebene Stationsschild nicht verstanden wissen, denn es bezeichne einfach den Ist-Zustand. "Wir sind nun mal Station auf der Dampfbahn-Route Sachsen, und jetzt haben wir auch das äußere Erkennungszeichen dafür erhalten", sagte der Vorsitzende des Eisenbahnvereins Bahnhof Schlettau. So normal, wie es Meyer ausdrückte, war der Samstag aber doch nicht, denn ein Bahnhofsfest gibt es nicht jede Woche. Und auch so viele Neugierige werden den Bahnhof nicht an jedem Wochenende besuchen.

"Bahnhof Schlettau - Station der Dampfbahn-Route Sachsen", steht auf dem Schild, das an markanter Stelle den Reisenden Auskunft unter anderem über die Strecken gibt, an denen der Bahnhof liegt und einst gelegen hat. Der Bahnhof Schlettau hat aber auch in seinem Inneren viel zu bieten. Dazu gehört ein Stellwerk oder Hebelwerk. "Dieses Weichenriegelwerk stammt aus dem Jahr 1936 und kann an jedem Wochenende mit Stationsbetrieb besichtigt werden", so Jochen Meyer. Der Chef von 21 Vereinsmitgliedern stammt selbst aus einer Eisenbahnerfamilie, hatte aber beruflich nie etwas mit der Eisenbahn zu tun.

Das ist bei so manchem Besucher ganz anders, so auch bei Jens Knoth (Foto). Der Annaberg-Buchholzer war einst Zugführer auf der Strecke Schlettau-Crottendorf und fährt jetzt als Zugführer, Lokführer und Heizer auf der Fichtelbergbahn. "Ich bin sonst eigentlich nicht der Eisenbahnfan, beruflich habe ich mit Dampfloks genug zu tun. Aber das Bahnhofsfest in Schlettau wollte ich unbedingt besuchen. Hier hat sich allerhand getan, das Bahnhofsgebäude ist neu gemacht, ebenso die Türen, auch die Bahnsteige sind neu", ist dem 46-Jährigen aufgefallen.

Auch Udo Lotzmann, gebürtiger Schwarzenberger und nun im baden-württembergischen Ulm lebend, kam extra nach Schlettau: "Ich bin Mitglied bei den Ulmer Eisenbahnfreunden. Solche Verrückte, die dieses schöne Hobby pflegen, gibt es zum Glück überall. Heute musste ich einfach hier sein."

Und diese "Verrückten" gibt es auch in Schlettau. Sie bringen derzeit den Güterboden, ein Karussell sowie Schausteller- und Schienenfahrzeuge auf Vordermann. "Das sind gleich drei Projekte, die wir zeitgleich mit Geldern des Denkmalschutzes sanieren", erzählte Vereinsvorsitzender Jochen Meyer, der über die vielen Besucher nicht erstaunt war. "Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn weniger gekommen wären."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...