Paukenschlag zum Auftakt der Spielzeit

Die 128. Saison des Eduard-von-Winterstein-Theaters wird eine besondere. Auf dem Programm stehen viele Premieren, Konzerte und Projekte. Doch vor allem eine Nachricht sorgt für Überraschung.

Annaberg-Buchholz/Aue.

13 Premieren, zehn Philharmonische Konzerte, Lesungen, Theater im Klassenzimmer, eine Beethovennacht, Gegenwartstheater, Opernausgrabung, Operettenausgrabung ...: Die 128. Spielzeit des Eduard-von-Winterstein-Theaters hat viel zu bieten - trotz Corona und der damit verbundenen Einschränkungen. Am Donnerstag stellte Intendant Ingolf Huhn das Programm und Neuigkeiten für die beginnende Spielzeit vor. Eine Nachricht stach dabei besonders hervor und die verkündete Generalmusiker Naoshi Takahashi. Nach mehr als 16 Jahren an der Spitze der Erzgebirgischen Philharmonie Aue wird er Anfang 2021 das Erzgebirge verlassen. Mit dem 6. Philharmonischen Konzert "Kino für die Ohren" am 20. Februar in Aue und am 22. Februar in Annaberg-Buchholz wird sich Takahashi vom Erzgebirge verabschieden. Es sei Zeit zu gehen. Laut Theater zieht es ihn nach Japan.

Die neue Spielzeit, die mit dem Freilicht-Theaterfest am Samstag eingeläutet wird, hat aber mehr als diesen Abschied zu bieten. So konnte Ingolf Huhn unter anderem die für das Haus positive Nachricht verkünden, dass zu den Aufführungen derzeit 50 Prozent der Plätze im Winterstein-Theater und auch im Kulturhaus Aue belegt werden können. Das heißt, dass in Annaberg-Buchholz pro Vorstellung etwa 150 Theaterbesucher erlaubt sind. Im Kulturhaus Aue seien es sogar mehrere Hundert. Die Studiobühne werde nicht bespielt. Die Stücke sind auf eineinhalb Stunden begrenzt, die Besucher sollen ihre Jacken und Mäntel mit in den Saal nehmen. So könne der Andrang an der Garderobe verhindert werden, erklärte Huhn das Sicherheitskonzept. Dieses sehe auch vor, dass die Konzert- und Theaterbesucher bis zum Beginn der Vorstellungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Um Stau beim Hinausgehen zu vermeiden, werden am Ende alle Türen, auch Notausgänge geöffnet. Das Café habe aber geöffnet.

Bei der Planung des Programms wurde davon ausgegangen, dass die aktuellen Einschränkungen, die auch Abstände auf der Bühne nötig machen, bis Ende des Jahres gelten werden. Die Hoffnung der Erzgebirgischen Theater und Orchester GmbH ist aber, dass sich die Auflagen mit dem Jahreswechsel lockern. Daher stehen ab Januar auch Stücke auf dem Programm, unter anderem die Opernausgrabung "Die Hochzeit des Jobs", die mit Abstandsregelungen nicht umzusetzen wären. Intendant Ingolf Huhn versicherte aber, einen Plan B in der Tasche zu haben, falls diese Annahme nicht eintreffen sollte.

Was ist geplant? Die erste Premiere findet bereits an diesem Sonntag statt. Mit "Die Tagebücher von Adam und Eva", ein Musical nach dem Buch von Mark Twain, startet das Winterstein-Theater in die neue Saison. Bereits am Samstag wird Naoshi Takahashi das 1. Philharmonische Konzert in Aue dirigieren. Danach geht es Schlag auf Schlag. Das Märchenmusical Cinderella (Premiere am 4. Oktober), "Der Raub der Sabinerinnen" (18. Oktober), das Weihnachtsmärchen "König Drosselbart" (18. November), "Harold und Maude" (29. November), die Operette für Kinder "Peter und Paul im Schlaraffenland" (13. Dezember) und die Oper "Das blaue Klavier" (10. Januar) sind nur der Anfang. Zudem sind zwei Ausgrabungen "Die Hochzeit des Jobs", die eigentlich schon in der vergangenen Saison Premiere feiern sollte, und "Der Kellermeister" vorgesehen. Mit "Ronny und die Welt" wird es auch ein neues Klassenzimmerstück geben. Zu Ehren des 250. Geburtstages von Beethoven finden am 21. und 23. November Konzert- und Lesenächte statt. Im Bereich Musical feiert im Februar "The Addams Family" Premiere.

Da der Theaterball in diesem Jahr ausfallen muss, sei ein Sommernachtsball auf der Freilichtbühne geplant. Apropos Greifensteine. Auch dort wird es im Sommer 2021 Premieren geben: "Herr der Diebe" und die Operette "Der Vogelhändler".

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