Rat einigt sich auf Ort für neues Feuerwehrdepot

Der Garagenkomplex an der Herolder Straße bietet die besten Standortvoraussetzungen. Den Pächtern wurde ein Kompromiss in Aussicht gestellt.

Thum.

Wo soll das gemeinsame Depot der Thumer Feuerwehren gebaut werden? Über diese knifflige Frage hatten die Stadträte am Mittwochabend zu befinden. Mit dem Vorplatz des Herolder Sportplatzes, dem ehemaligen Bauhof und dem Garagenkomplex an der Herolder Straße waren drei Areale in die engere Auswahl gekommen, wie Bauamtschef Carsten Schubert erläuterte. "Wir sollten alle Möglichkeiten abklopfen, bevor wir uns für den Standort an der Herolder Straße und damit den Abriss der Garagen entscheiden", forderte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Mauersberger.

Dass die Abgeordneten schließlich dennoch einvernehmlich für den Garagenhof stimmten, den auch Feuerwehr und Verwaltung favorisierten, hat rationale Gründe. "Es war im Grunde ein Ausschlussverfahren", erklärte Schubert. Vom Gelände her bietet das Sportplatzgelände in Herold die besten Voraussetzungen, jedoch lasse sich wegen der dezentralen Lage von dort die Rettungsfrist von zwölf Minuten für den ganzen Ort nicht einhalten.

Dieses Problem hätte es beim ehemaligen Thumer Bauhofgelände an der Turnerstraße nicht gegeben. Doch dafür zwei andere, wie sich während der Diskussion herausstelle. Zum einen müsste die Stadt dort zusätzlich die ehemalige Parkettfabrik erwerben, wobei aber alle bisherigen Versuche scheiterten, mit der Erbengemeinschaft Kontakt aufzunehmen. Zum anderen machte Feuerwehrmann Max Bärthel (Fraktion Jugendblasorchester) deutlich, dass es dort ein massives Problem mit den sehr beengten Zufahrten über Turnerstraße oder Rathausplatz gebe. "Wir sprechen hier von bis zu 90 Kameraden, die anrücken und ausrücken", sagte Bärthel. Unfälle seien da nur eine Frage der Zeit. Diese Argumentation unterstützte Tino Fischer, der sich als stellvertretender Stadtwehrleiter vor den Räten äußerte. "Der Garagenhof ist der zentralste Standort und hat die geringsten Unfallrisiken", so Fischer. Und was wird mit den Nutzern der insgesamt 99 Garagen? Einige Stadträte schlugen vor, einen Ausgleich zu schaffen - etwa auf dem alten Bauhofgelände. "Wir werden die Anregungen aufnehmen und versuchen, einen Kompromiss zu finden", sagte Bürgermeister Michael Brändel (Bürgerliste). Als nächstes will die Stadt nun ein Baugrundgutachten in Auftrag geben. Doch bis die Garagen weichen müssen, dürfte noch Zeit vergehen. "Wir werden zweienhalb bis drei Jahre zu tun haben, um die Planungen durchzuziehen", schätzte Bauamtschef Schubert.

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