Schlag ins Gesicht bleibt straffrei

Angeklagter bemühte sich beim Opfer um Wiedergutmachung

Annaberg-Buchholz/Chemnitz.

Es war eine juristische Odyssee, die vor Kurzem vor dem Chemnitzer Landgericht ein vorläufiges Ende gefunden hat. Mit der Auflage, 250 Euro an die Opferhilfe Sachsen zu zahlen, wurde das Verfahren gegen einen 47-jährigen Annaberg-Buchholzer eingestellt. Dieser soll am 29. August 2018 in stark alkoholisiertem Zustand einem Mann ins Gesicht geschlagen haben, nachdem dieser dem Angeklagten auf dem McDonald's-Parkplatz an der B 95 die Vorfahrt genommen hatte.

In erster Institution war der mehrfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte deshalb vor dem Marienberger Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte der Beschuldigte Rechtsmittel ein. Nachdem das Chemnitzer Landgericht die Berufung zunächst als unbegründet ablehnte, verwies das Dresdner Oberlandesgericht den Fall zurück an eine andere Strafkammer des Chemnitzer Landgerichts.

Zur Begründung des Urteils hielt Richterin Karin Troxler die Bemühungen des Angeklagten zu Gute, im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleiches für Wiedergutmachung zu sorgen. So hatte der Beschuldigte sich bereits beim Geschädigten entschuldigt und diesem für den zugefügten Schaden eine Summe von 950 Euro überwiesen.

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