Spätsommer belebt den heimischen Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit ist im September im Erzgebirge deutlich zurückgegangen

Annaberg-Buchholz.

Der Spätsommer hat auf dem heimischen Arbeitsmarkt für Belebung gesorgt. "Die Arbeitslosigkeit ist im September deutlich zurückgegangen", bilanzierte am gestrigen Montag Nino Sciretta, Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Seinen Worten zufolge hat sich die Anzahl der Arbeitslosen in den zurückliegenden vier Wochen um 477 Personen reduziert - das entspricht einem Rückgang um 6,3 Prozent. Damit waren Ende September 7082 Menschen im gesamten Erzgebirgskreis ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote ist damit aktuell auf 4,1 Prozent gesungen. Im vorangegangenen Monat August hatte sie noch bei 4,4 Prozent gelegen.

Parallel dazu hat in den vergangenen vier Wochen auch die Nachfrage nach Arbeitskräften noch einmal deutlich angezogen, konstatiert Nino Sciretta. Dem Arbeitgeberservice wurden 486 freie Stellen gemeldet. "Das sind 51 Angebote mehr als im August", erläutert der Agenturchef. Der höchste Anstieg war im Gastgewerbe mit 49 Offerten zu verzeichnen. Für Nino Sciretta ein Indiz für die frühzeitige Suche nach Personal für die bevorstehende Wintersaison. Insgesamt sind damit aktuell 2809 freie Jobangebote bei der Arbeitsagentur gemeldet.

"Die Rahmenbedingungen für berufliche Veränderungen oder die Rückkehr in die Heimat sind also günstig", sagt der Agenturleiter. Gute Einstiegschancen bieten demnach das verarbeitende Gewerbe, aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Handel und das Gastgewerbe. Sciretta empfiehlt dazu Jobsuchenden und Pendlern die bevorstehenden verlängerten Wochenenden zu nutzen: "An den Brückentagen am 4. Oktober und 1. November informieren die Experten im Job Café Annaberg-Buchholz und im Job Café Aue über freie Angebote in der Region. Geöffnet ist von 8 bis 12.30 Uhr."

Unterdessen zeigt der Blick in die Statistik der einzelnen Geschäftsstellen des Agenturbezirkes erneut ein sehr unterschiedliches Bild: Stollberg und Zschopau bleiben mit ihren Arbeitslosenquoten von jeweils 3,5 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt des Erzgebirges. Das schafft auch Marienberg mit 3,8 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Hauptagentur in Annaberg-Buchholz mit 4,2 Prozent und die Geschäftsstelle Schwarzenberg mit 4,5 Prozent. Aue bildet mit 4,7 Prozent nach wie vor das Schlusslicht der Statistik.

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