Tempo 30 sorgt schnell für hitzigen Wortwechsel

In Waschleithe wechselt Höchstgeschwindigkeit öfters - Kritik wird laut

Grünhain-Beierfeld.

Oft ist es die Fragestunde, die in einer Stadtratssitzung die brisanten Themen auf die Tagesordnung bringt. So geschehen wieder kürzlich im Rathaus Beierfeld. Diesmal war es Stadtrat Rico Weiß (CDU), der mit seiner Nachfrage zu den mehrfach unterbrochenen Tempo-30-Bereichen in Waschleithe die Nerven von Bürgermeister Joachim Rudler (CDU) strapazierte. Zu oft schon sei das Dilemma im Rat Thema gewesen, und daher müsse Weiß doch wissen, dass es sich bei der Talstraße, die durch den Erholungsort führt, um eine Kreisstraße handle, konterte der Stadtchef.

"Ich habe das aber am Wochenende wieder beobachtet. Da ziehen wirklich Menschenmassen durch den Ort. Und die Autofahrer dürfen dort paar Meter fünfzig fahren, dann wieder ein kurzes Stück dreißig, dann wieder fünfzig. Das versteht doch keiner. Ich schlage vor, wir weisen diesen Bereich als Tempo 30 aus", sagte Weiß und verwies dazu auf die im Mai 2017 veröffentlichte "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Änderung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO)", auf deren Grundlage das möglich sei. "Ich hätte auch paar Leute, die die anderen Schilder abschrauben."


Das Angebot ließ den Stadtchef buchstäblich an die Decke gehen: "Wir haben das schon mehrmals versucht, und jedes Mal kommt dann eine Kommission und die Polizei ,zählt den Verkehr und am Ende heißt es: 'Geht nicht'", erinnerte Rudler an die bisherigen Anläufe, diesem häufig geäußerten Ansinnen gerecht zu werden. "Aber jetzt gibt es doch die Neureglung", blieb Weiß hartnäckig. "Gut, wir können es wieder versuchen. Stellen wir den Antrag eben noch mal", gab Rudler am Ende sichtlich genervt nach.

"Kommunen können heute im Bereich der genannten sensiblen Bereiche Tempo 30 anordnen", ist eine der Aussagen, die die Änderung der Verkehrsordnung beinhaltet. Dabei geht es in Waschleithe vor allem um die Sicherheit der Gäste, die durch den Ort wandern. Die Stadt wird also einen neuen Anlauf nehmen, um zur erreichen, dass sich auch der Verkehr im Erholungsort entspannt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...