Thumer Garagenstreit: Landratsamt stärkt Stadt den Rücken

Am Garagenstandort Herolder Straße soll das Thumer Feuerwehrdepot entstehen - zum Verdruss der Pächter. Nun haben diese eine weitere Schlappe kassiert. Abfinden wollen sie sich damit nicht.

Thum.

In ihrem Kampf gegen den Garagenhof in der Herolder Straße als Standort für das zukünftige zentrale Thumer Feuerwehrdepot haben die Organisatoren des Bürgerbegehrens eine weitere Niederlage eingesteckt. Die Kommunalaufsicht hat jetzt der Stadt Thum den Rücken gestärkt und einen Widerspruch der Garagenpächter abgelehnt.

Hintergrund: Vor einem Jahr hatte der Thumer Stadtrat sich für die Anlage mit rund 100 Garagen als Platz für das Depot entschieden. Mit dem Ziel, diesen Beschluss durch einen Bürgerentscheid zu kippen, sammelten Garagenpächter 568 gültige Unterschriften. Daraufhin ließ die Stadt ein Rechtsgutachten erstellen, in dessen Folge das Bürgerbegehren vom Rat für unzulässig erklärt wurde - unter anderem, weil es in dessen stadtplanerische Kompetenz eingreift. Das akzeptierten die Macher des Bürgerbegehrens nicht - die Angelegenheit landete eine Ebene höher beim Landratsamt. In einem Bescheid vom 28. August an die Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens, Anja Kästner und Wilfried Pietsch, wies die Behörde nun ihr Anliegen als unbegründet zurück.

Damit steht das letzte Wort noch aus. "Wir werden nicht vor Gericht ziehen", sagt Anja Kästner. Stattdessen plane man eine Petition beim Landtag. Man sei weiter bestrebt, "eine friedliche Lösung für alle zu finden". Trotz Gesprächen fühle man sich bisher von der Stadt nicht richtig ernst genommen. Viele Pächter nutzten die Garage für ihr Alltagsfahrzeug. Der angebotene Alternativstandort Angerthal sei nicht akzeptabel. "Wer läuft früh schon vor der Arbeit von Thum bis Jahnsbach, um sein Auto zu holen?" Zudem könnten dort wegen Schutts im Boden keine Garagen gebaut werden.

Thums Stadtrat trifft sich am heutigen Mittwoch, 19 Uhr im Volkshaus.

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