Verkehr: Bald wieder freie Fahrt auf der B 101

Versorger schließen Arbeiten ab - Stadtwerke auch im Stall gefordert

Annaberg-Buchholz.

Wer in den vergangenen Wochen in der Kreisstadt mit dem Auto unterwegs war, musste unter Umständen deutlich mehr Zeit mitbringen als üblich. Denn die Sperrung der B 101 am Abzweig zum Annaberger Markt bedeutete für viele Autofahrer eine weitläufige Umleitung. Damit ist nun bald Schluss: Die B 101 wird heute in einer Woche im Laufe des Tages zwischen Gärtnerweg und Dammstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Das kündigte die Stadtverwaltung an. In den vergangenen Wochen hatten dort mehrere Versorger Leitungen verlegt, mit im Boot waren die Stadtwerke Annaberg-Buchholz, die Erzgebirge Trinkwasser GmbH sowie der Abwasserzweckverband "Oberes Zschopau und Sehmatal". So erneuerten etwa die Stadtwerke die Gasrohre. "Die alten Leitungen aus den 1970er-Jahren waren zwar noch nicht gänzlich verschlissen, aber wir mussten die Gelegenheit nutzen, da die Straßendecke geöffnet war. Die neue Leitung hält nun für mindestens 50 Jahre", so ein Mitarbeiter des Unternehmens.

Die Arbeiten an der B 101 stehen auch im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Finanzamtes in der Klosterstraße. Und das beschäftigt die Bauleute - und damit auch die Autofahrer - weiterhin. Denn die Klosterstraße bleibt zwischen dem Steinweg und dem Abzweig Magazingasse wegen der Verlegung weiterer Versorgungs- und Fernwärmeleitungen sowie dem Anschluss des künftigen Finanzamtes nach wie vor gesperrt, informierte die Stadt. Das heißt, um mit dem Pkw in die Innenstadt zu gelangen, muss man über die Große Kirchgasse oder die Wolkensteiner Straße fahren, raus geht es ebenfalls über die Wolkensteiner oder über die Fleischergasse.

Doch nicht nur die Versorgungsleitungen in Annaberg beschäftigen die Stadtwerke. Jüngst waren sie bei dem verheerenden Unwetter in Königswalde gefordert. Wie Pressesprecher Mike Päßler gestern sagte, war durch einen Schaden an einer Mittelspannungsleitung die Stromversorgung bei der Agrargenossenschaft unterbrochen. Doch weil 450 Milchkühe dringend per Anlage gemolken werden mussten, stellte der Versorger rasch ein Notstromaggregat zur Verfügung, sodass die Melkanlage starten konnte. Kein alltäglicher Fall, wie Päßler betont. So etwas sei nur bei einer "sehr außergewöhnlichen Situation" möglich.

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