Wald bleibt weiter ein Sorgenkind

Crottendorf rechnet erneut mit finanziellem Verlust

Crottendorf.

Mit einem Minus von gut 6100 Euro rechnet die Gemeinde Crottendorf 2021 bei der Bewirtschaftung des 67 Hektar großen Kommunalwaldes. Das geht aus dem kürzlich vom Rat beschlossenen Wirtschaftsplan für den Wald hervor. Dieser kalkuliert Ausgaben von rund 10.200 Euro, aber nur Einnahmen von rund 4100 Euro ein. Das rührt daher, dass die Situation etwa infolge von Schäden durch den Borkenkäfer weiter sehr schwierig ist, erklärte Revierförster Peter Seifert vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Auf regulären Einschlag von Holz wird daher in Crottendorfs Kommunalwald weiter verzichtet, jedoch Schadholz beräumt. Zudem konzentriere sich der Plan auf die Pflege von aufgeforsteten Flächen. Geld soll unter anderem auch für den Wegeunterhalt eingesetzt werden. 2020 ist laut Seifert mehr Schadholz angefallen als gedacht, das sei schlicht nicht kalkulierbar. Am Ende waren es 1300 Festmeter, die beräumt werden mussten. Auf großen entstandenen Freiflächen wird vor allem auf Naturverjüngung gesetzt. Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos) sagte: "Es ist richtig, weiter nur das Holz rauszunehmen, das unbedingt notwendig ist: Schadholz und Bruchholz. Alles andere lassen wir stehen." Diesen Weg gehen derzeit auch andere kommunale Waldbesitzer wie Geyer. (aho)

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