Was das neue Sportzentrum in Thum besonders macht

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Ab April dürfen die Thumer den neuen Turnhallenanbau nutzen. Dieser besticht mit einigen Details. Und das Sportareal soll zukünftig weiter aufgewertet werden.

Thum.

Auf dem mintgrünen Boden der neuen Thumer Turnhalle dürfen die ersten Nutzer voraussichtlich ab 1. April Sport treiben. Was genau möglich sein wird, das hängt vom Pandemiegeschehen ab, doch baulich werden dann alle Voraussetzungen geschaffen sein. Eigentlich sollte das Gebäude an der Wiesenstraße rund ein Vierteljahr früher fertig sein. "Aber Corona und das Wetter haben uns Verzug beschert", sagt Falko Leonhardt, Projektverantwortlicher in der Thumer Bauverwaltung. Unter anderem gab es Lieferkettenprobleme und allein beim beauftragten Dachdeckerbetrieb habe ein Drittel der Belegschaft wegen Quarantäne und Kinderbetreuung gefehlt. Jetzt verzögert der Schnee ausstehende Restarbeiten. Insgesamt waren rund 18 Firmen am Turnhallenbau beteiligt, mit deren Arbeit man sehr zufrieden sei, so Leonhardt.

Die Kosten für die Turnhalle beziffert Bauamtschef Carsten Schubert auf final rund 1,3 Millionen Euro. Das sind zwar rund 300.000 Euro mehr als ursprünglich geplant, die jedoch angesichts der 2017 mit dem Förderantrag durchgeführten Kostenberechnung und in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Baupreisen schlüssig begründet werden können.

Doch was erwartet Nutzer, also Greifenstein-Gymnasium und Vereine? "Der Neubau ist vorrangig für den Ballsport bestimmt", erklärt Schubert. Dank der Höhe von sieben Metern ist dort sogar Volleyball oder Basketball unter Wettkampfbedingungen möglich. Und das auf einem Boden, der natürlich nicht nur alle Normen erfüllt, sondern dank seiner ausgesuchten mintgrünen Farbe auch ausgesprochen freundlich aufs Auge wirkt. Angeschafft wurde zudem in Absprache mit dem Gymnasium eine 4,5 mal drei Meter große Boulderwand, um die Trendsportart Klettern besser im Unterricht bedienen zu können. Geräteräume und ein lichtdurchflutetes Lehrerzimmer mit Blick in die Turnhalle komplettieren den Anbau, dessen wellenartig durchbrochene Fassade ihm die Wucht nimmt. Durch die nun zwei eigenständigen Turnhallen, die mittels gemeinsamem Zwischenbau verbunden sind, versprechen sich die Verantwortlichen eine große Nutzbarkeit, da so abends etwa zwei Vereine parallel Sport treiben können. Die Stadt rechnet mit einer hohen Gesamtauslastung über den kompletten Tag von mehr als 75 Prozent. Auf die Jahnsbacher Turnhalle, versichert Bürgermeister Thomas Mauersberger, habe das keinen Einfluss: "Wir stehen dazu, dass sie bleibt. Aber wir können dort kein Geld mehr reinstecken, das sollte jedem bewusst sein." Das Sportzentrum an der Wiesenstraße soll auch nach Fertigstellung der neuen Sporthalle weiter aufgewertet werden. So ist beispielsweise die Erneuerung des Zuschauerrangs in der alten Turnhalle geplant, und auch außen wird sich einiges tun. Nicht nur Parkplätze entstehen. Die Stadt hat für den Außensport für 24.000 Euro sechs Container aus Oberwiesenthal gekauft, die für die Ski-Junioren-WM verwendet wurden. Vier sollen ab 2022 als Umkleidekabinen, zwei als Sanitärbereiche verwendet werden. Bereits in diesem Jahr wird der Kunststoffbelag im Stadion erneuert. Und auch die mittelfristige Umgestaltung des angrenzenden Hartplatzes, sagt Bürgermeister Thomas Mauersberger, werde man nicht aus den Augen verlieren.

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