Weniger Arbeitslose in der Region

Die Erwerbslosenquote lag im September bei 4,7 Prozent. Es gab zudem mehr Job-Angebote. Die Rede ist von Zuversicht in der Corona-Zeit.

Annaberg-Buchholz.

Die Anzahl der Arbeitslosen im Erzgebirgskreis ist im September auf rund 8100 gesunken. Es waren 558 Menschen weniger ohne Job als im August, aber 987 mehr als im Vorjahr. Katrin Steyer, die operative Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Annaberg-Buchholz, spricht von einer beginnenden Herbstbelebung. Die Arbeitslosenquote im Erzgebirgskreis sank auf 4,7 Prozent im Vergleich zu 5 Prozent im August. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.

Die Entwicklung im zurückliegenden Monat sei vor allem darauf zurückzuführen, dass junge Menschen ihre Ausbildung begonnen und andere eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufgenommen haben. Zudem hat es nach Angaben der Behörde eine stärkere Nachfrage nach Arbeitskräften gegeben. Im September seien 504 freie Stellen gemeldet worden - ein Plus von 85 gegenüber August und 18 mehr als im Vorjahresmonat. Die meisten Angebote kamen von Personaldienstleistern, aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen. Katrin Steyer: "Diese positive Bilanz belegt, dass regionale Unternehmen mit Stärke und Zuversicht durch die Corona-Zeit gehen. Das beeindruckt mich." Derweil unterscheidet sich die Situation in den einzelnen Bereichen der Agentur. Während die Geschäftsstellen Zschopau (4 Prozent), Stollberg (4,3 Prozent) und Marienberg (4,4 Prozent) mit ihrer aktuellen Arbeitslosenquote unter dem Durchschnitt im Erzgebirgskreis liegen, überschreiten die Geschäftsstellen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg mit jeweils 5 Prozent und Aue mit 5,3 Prozent diesen Wert.

Dennoch fällt die Gesamtbilanz für den September positiv aus. Die Belebung am Arbeitsmarkt soll nun laut der hiesigen Arbeitsagentur weiter genutzt werden, um die gestiegene Arbeitskräftenachfrage zu bedienen und Qualifizierungsangebote umzusetzen. "Unser Augenmerk richten wir gerade jetzt auf die Jugendlichen, die noch ohne Perspektive sind", so die operative Geschäftsführerin Katrin Steyer.

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