Behinderte müssen weiter ohne Toilette auskommen

Bauvorhaben in der Parkschänke vorerst gestoppt - Platz im Restaurant reicht nicht aus

Limbach-Oberfrohna.

Die Fördermittel waren bereits bewilligt. Gut 24.000 Euro sollte die Stadt Limbach-Oberfrohna aus einem Förderprogramm des Freistaates erhalten, um eine behindertengerechte Toilette in der Parkschänke einrichten zu können. Doch jetzt ist das Vorhaben gestoppt worden, wie Oberbürgermeister Jesko Vogel auf Anfrage sagte. Der Grund: Es fehlt der Platz.

Eine behindertengerechte Toilette nimmt naturgemäß mehr Raum ein als eine gewöhnliche. Hätte man das Vorhaben im bestehenden Sanitärtrakt der Gaststätte umgesetzt, hätte also die Anzahl der WCs reduziert werden müssen. Damit hätten angesichts der Größe der Parkschänke, die auch über einen Saal für Veranstaltungen verfügt, aber zu wenig Toiletten zur Verfügung gestanden. Eine Erweiterung des Sanitärtrakts in Richtung des Saales würde laut Vogel die Kosten um ein Vielfaches verteuern. Ein Planungsfehler? "Das hätte man schon vorher feststellen können", räumt Vogel ein. Nun werde geprüft, ob die Toilette an anderer Stelle eingebaut werden kann.

Unabhängig davon soll im geplanten neuen Eingangsbereich des benachbarten Tierparks ein Behinderten-WC untergebracht werden. Der Baustart ist laut Vogel für 2019 vorgesehen. (jop)

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