Chemnitzer OB baut auf starke Zivilgesellschaft

Nach den Ausschreitungen der vergangenen Tage setzt die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) auf die Zivilgesellschaft. Sie hoffe, dass es Chemnitz gelingt, den aktuellen Geschehnissen wieder andere Botschaften entgegenzusetzen, sagte Ludwig am Mittag vor Medienvertretern. "Im Moment geht es darum, all jene, denen etwas an Chemnitz liegt, in der Stadt zusammenzuhalten", so das Stadtoberhaupt.  Ihrer Ansicht nach könne es jetzt jedoch nicht allein darum gehen, den guten Ruf der Stadt wiederherzustellen. "Es geht um viel tiefgründigere Themen", betonte das Stadtoberhaupt.  Hinter Aufforderungen rechter Gruppen zur Selbstjustiz stehe die Demontage des Rechtsstaates mit dem Ziel, andere Machtverhältnisse herzustellen. Gemeinsam mit dem Freistaat wolle sie beraten, was getan werden könne, um der aktuellen Situation zu begegnen. Am Donnerstag will Ludwig an einer seit längerem geplanten Bürgerdialog-Veranstaltung mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Stadion Chemnitz teilnehmen. Die rechtspopulistische Vereinigung Pro Chemnitz will dort erneut demonstrieren. Eine entsprechende Veranstaltung sei den Ordnungsbehörden bereits angemeldet worden, heißt es aus dem Rathaus. 

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3Kommentare
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  • 13
    6
    SimpleMan
    28.08.2018

    @ArndtBremen " ... Nächstes Jahr ist sie eh weg vom Fenster." Genau, und gestern vor dem Marxkopf, das waren auch keine gewalttätige Hooligans, sondern unsere zukünftigen gewählten Abgeordnete. Schön das sich mal vorgestellt haben.

  • 3
    7
    franzudo2013
    28.08.2018

    Eine echte Bürger-Meisterin! Sie stellt sich hinter die Chemnitzer, welche Gesicht zeigen gegen die aktuellen Geschehnisse. Was war passiert? Ein Chemnitzer wurde mit Messern getötet, zwei weitere schwer verletzt.

  • 14
    14
    ArndtBremen
    28.08.2018

    Diese Dame braucht sich nicht mehr zu bemühen. Nächstes Jahr ist sie eh weg vom Fenster.



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