Das Chemnitzer Kabarett zeigt sich neu herausgeputzt

Im "Brettl" unter der Markthalle wurden Parkett geschliffen und Sitzpolster gewaschen. Doch Schluss ist mit der Sanierung deshalb längst noch nicht.

Das Chemnitzer Kabarett ist in seine neue Spielzeit gestartet. Das Publikum kann sich jetzt wieder vor Lachen biegen. Vor einigen Wochen noch hätte genau das schief gehen können. Die Sitzreihen hatten sich über die Jahre hinweg gelockert, der Boden war abgestumpft, einzelne Klötzchen im Parkettboden herausgebrochen. "Wir hatten während der Proben festgestellt, dass die Reihen wackeln", erinnerte sich Ellen Schaller, die geschäftsführende Gesellschafterin des Kabaretts. "Wir hatten danach schon Angst, dass jemand vor Lachen hintenüber kippen könnte", so Ellen Schaller weiter. Also nutzten die Kabarettisten die Sommerpause, um im Juli ihren Laden neu aufzumöbeln.

"Die lockeren Klötzchen wurden durch neue ersetzt", beschreibt die Mitinhaberin, die natürlich auch selbst auf den Brettern steht. "Anschließend wurden die Böden komplett abgeschliffen und dann versiegelt - auch im Bereich der Kneipe." Das Ergebnis: Die ehemals gelb gestrichene Bühne strahlt jetzt in heller Holzmaserung. Die Kabarettisten würden nun überlegen, nur noch in Hausschuhen auf ihre Bretter zu steigen.

Im September 1995 waren die Darsteller in ihre Spielstätte unter der Markthalle gezogen. Der Boden und einige Sitzreihen sind sieben Jahre später durch das Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. "Seitdem ist es die erste große Sanierung des Parketts", so Ellen Schaller.

Einen hohen vierstelligen Bereich haben die Kabarettisten in die aktuelle Modernisierung gesteckt. Die rotbezogenen Sitzplätze, die nach Angaben der Darsteller ursprünglich mal im Kino "Metropol" standen, wurden nun wieder fest verschraubt und gründlich gereinigt. Dafür opferte Haustechniker Philipp Flähmig einen Teil seines Urlaubs. "Die können ja nicht während des Spielbetriebes gereinigt werden", meinte er. "Den Urlaub gibt es natürlich ersetzt", versprach derweil seine Chefin Ellen Schaller.

Sie freut sich nun auf weitere Sanierungsschritte. Als nächstes würden neue Vorhänge für die Bühne geliefert und eine modernere Beleuchtung angebracht. "Der Stoff des Vorhangs ist abgenutzt, die Strahler gefühlt aus dem vergangenen Jahrhundert", verdeutlichte Schaller. Sie stand am Freitag im ausverkauften Stück "S'glatschtglei" auf der Bühne. Für die Aufführung am heutigen Samstag "Heute hü und morgen hott" gibt es noch Restkarten.

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