Dauerregen trübt Familienfest

Fast 40 Vereine stellen sich im Stadthallenpark vor

Der Stadthallenpark: ein Ort pulsierenden Lebens. So hatten sich das die Organisatoren des Kinder- und Familientags "Willkommen in Chemnitz" im Vorfeld vorgestellt. Die Realität sah dann am Samstag aber völlig anders aus. Gähnende Leere herrschte zeitweise auf dem Rasen, auf dem immerhin die Betreuer der Stände ausharrten. Die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und den mit einigen Schneeflocken vermischten Dauerregen ertrugen sie tapfer. Für Organisator Chris Dietrich von der Kulturwerkstatt war die Sache sowieso klar: "Das wird durchgezogen. Schon allein, weil von den 40 angemeldeten Vereinen etwa vier Fünftel auch gekommen sind." Laut Dietrich geht es bei der Veranstaltung darum, Vereinen eine Plattform zu bieten und so die ganze Vielfalt der Vereinslandschaft aufzuzeigen.

Manche waren zum ersten Mal dabei, wie die Chemnitzer Pfadfinderschaft und die Waldorfschule, aber auch der Verein Denk-Art. Den gründete eine Gruppe von Künstlern im September 2017 auf dem Sonnenberg, im November desselben Jahres eröffneten sie eine Galerie an der Sonnenstraße. "Bei uns können alle, die sich dafür interessieren, ihre künstlerische Ader entdecken. Egal ob im Bereich Fotografie, Lyrik oder Malerei", sagte Künstlerin Safiye Sakura, die auf den bürgerlichen Namen Nicole Körnchen hört und sich auf Acrylmalerei spezialisiert hat. Für das Familienfest hatte sie Malvorlagen mitgebracht - die Bilder mit dem Konterfei von Stella Cini, einem Model aus Malta, durften die vornehmlich jüngeren Besucher nach eigenem Gusto gestalten.

Torsten Kleditzsch

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Gleich nebenan hatte der 1. FFC Chemnitz einen Dribbelparcours aufgebaut. Der einzige reine Frauenfußballverein der Stadt erhoffte sich von seiner ersten Teilnahme am Familientag die ein oder andere Verstärkung. Ein Frauen-, ein B- und ein D-Juniorinnenteam gibt es bereits. "Wir wollen aber noch weitere Nachwuchsmannschaften aufbauen", sagte Innenverteidigerin Jasmin Böhm. Die 17-Jährige spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Fußball.

Chris Dietrich war trotz der Wetterkapriolen hinterher nicht unzufrieden. Zum einen seien am späteren Nachmittag bei nachlassendem Regen doch noch ein paar mehr Besucher vorbeigekommen, zum anderen hätten sich die Vereine nicht abschrecken lassen. "Wir haben vor fünf Jahren mit 15 Vereinen angefangen und das inzwischen fast verdreifacht", so Dietrich. (jüw)

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