Debatte über Burgstädter Schulverbund

Acht Kommunen arbeiten künftig enger zusammen

Lichtenau/Burgstädt.

Für den Landkreis Mittelsachsen wird ein neuer Schulnetzplan erarbeitet. In Stadt- und Gemeinderatssitzungen wurde sich für den Erhalt der jeweiligen Grund- und Mittelschulen ausgesprochen. Darüber gab es kaum Diskussionen. Allerdings bestand über die Bildung von sogenannten Kooperationsverbünden Beratungsbedarf. Im Verbund arbeiten Burgstädt, Taura, Lunzenau, Penig, Hartmannsdorf, Lichtenau, Claußnitz und Mühlau zusammen, um beispielsweise bestimmte Förderschwerpunkte zu setzen. So haben etwa die Grundschulen in Mühlau, Taura und Lichtenau keine Möglichkeiten, Schüler extra zu fördern. Dafür müssten je nach Fall des Handicaps bauliche Voraussetzungen geschaffen sowie der Umfang der Betreuung und Förderung geklärt werden. Das ist dort nicht vorgesehen.

In einer Gemeinderatssitzung in Lichtenau kritisierten einige Räte die Zugehörigkeit zum Burgstädter Verbund. "Wir haben doch mit der Stadt Frankenberg ein engeres Verhältnis", sagte CDU-Rat Stephan Lazarides. "Müssen Eltern ihre Kinder ins 16 Kilometer entfernte Burgstädt bringen oder ist weiterhin eine Einschulung in Frankenberg - vier Kilometer weit weg - möglich?" fragte er. In der Ratssitzung konnte das Problem nicht geklärt werden. Wie Hauptamtsleiter Martin Lohse jetzt auf Anfrage sagte, sei die Schulwahl von der Zugehörigkeit zu einem Kooperationsverbund nicht beeinträchtigt. "Wer nach der vierten Klasse in Frankenberg zur Schule gehen möchte, kann auch dort aufgenommen werden", sagte er. (bj)

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