Ehemaliger Staatsanwalt soll den CFC retten

Insolvenzverwalter Siemon beantragt Bestellung eines neuen Notvorstandes

Einen Tag nach der gescheiterten Wahl eines neuen CFC-Aufsichtsrates geht Insolvenzverwalter Klaus Siemon in die Offensive. Nach "Freie Presse"-Informationen hat er am Dienstag beim Oberlandesgericht in Dresden die Bestellung eines neuen Notvorstandes beantragt. Mitglieder dieses Gremiums sollen demnach CFC-GmbH-Geschäftsführer Thomas Sobotzik sowie Siegfried Rümmler werden. Rümmler ist in der Stadt kein Unbekannter: Bis vor zwei Jahren war er Oberstaatsanwalt in Chemnitz; mittlerweile ist er im Ruhestand. Auf "Freie Presse"-Anfrage sagte Rümmler, er sei von Insolvenzverwalter Klaus Siemon gefragt worden, ob er bereit sei, mitzuhelfen, "einen letzten Rettungsversuch für den CFC zu unternehmen". Allerdings habe er bisher vom zuständigen Gericht keine Anfrage erhalten, ob er die Funktion übernehmen möchte.

Zuständiges Gericht ist eigentlich das Amtsgericht in Chemnitz. Wie ein Sprecher auf "Freie Presse"-Anfrage mitteilte, liegt "bis dato kein entsprechender Antrag vor". Siemon hatte sein Schreiben allerdings bei der übergeordneten Instanz eingereicht, dem Oberlandesgericht in Dresden. Dort sei der Antrag mit der Begründung zurückgewiesen worden, man sei nicht zuständig, sagte eine Sprecherin. Die Frage, ob Siemon die Bestellung des neuen Notvorstandes nunmehr beim Chemnitzer Amtsgericht beantragt, blieb am Mittwoch unbeantwortet. Auf Anfrage teilte der Insolvenzverwalter lediglich mit, er werde zunächst die Entscheidungsgründe des Oberlandesgerichts abwarten.


Unterdessen hat der Insolvenzverwalter in einem anderen Streit mit dem Amtsgericht vor dem Oberlandesgericht Recht bekommen. Demnach ist der Verwalter durchaus befugt, Einträge im Handelsregister ändern zu lassen, ohne die Vorstandsmitglieder zuvor fragen zu müssen. Das Amtsgericht hatte dies zuvor anders gesehen.

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