Eine Branche steht still: Konzert-Veranstalter schreiben Notfallpläne statt Partykonzepte

Aus dem Milliardengeschäft mit Veranstaltungen ist ein Risikopatient geworden. Auch in Chemnitz bangen Branchengrößen um ihre Zukunft.

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77 Kommentare
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  • 1
    2
    435200
    24.02.2021

    @KTreppil:
    Nun, ich glaube kaum dass man das Ziel der Welthungerhilfe und das "Jammern auf hohem Niveau" der Unternehmer miteinander vergleichen kann. Aber egal.
    Auch dass Sie mir Empathielosigkeit vorwerfen ... sei's drum.

    Aber seien wir doch mal ehrlich.
    In Funk und Presse ist nur von Unternehmern und Gewerbetreibenden zu hören und zu lesen, die jederzeit immer alles besser wissen (wollen) als die entsprechenden Fachleute. Ein Koch möchte sich sicher auch nicht von einem Elektriker vorschreiben lassen wie ein Schnitzel gebraten wird oder eine Boutique-Betreiberin ist nicht erpicht darauf von einem Baufacharbeiter Vorschläge für ihre Warenpräsentation zu bekommen. Und DAS nervt einfach!
    Tagtäglich lese ich nur von Unternehmern. Mir fehlen einfach Berichte über die Millionen Kurzarbeiter oder gar derjenigen, die von den "fürsorglichen" Arbeitgebern einfach entlassen wurden. Da sagt auch kein Gastronom, dass einfach das Kug aufgestockt wird damit genug Geld für diese da ist.

  • 13
    3
    KTreppil
    23.02.2021

    @435200, es gibt hier die unterschiedlichsten "Foristen", übertrieben Ängstliche, linientreue Politikversteher, Corona immer noch mit Grippe Vergleichende, alles i.o. im Rahmen der Meinungsfreiheit, Diskussion ist richtig. Sie fallen in ihren Kommentaren durch besondere Empathielosigkeit auf. Ist das beabsichtigt? Reagieren Sie auch so, wenn um Weihnachten Welthungerhilfe u.a. Organisationen besonders auf die Not in aller Welt aufmerksam machen? Zum Glück muss in Deutschland niemand verhungern, aber es sind viele Menschen in große Existenznöte geraten. Man sollte seine Augen weder vor der Not in der Welt, als auch vor den existenziellen Problemen von Menschen in unserem Land verschließen. Darauf in einer möglichst breiten Öffentlichkeit aufmerksam zu machen ist legitim und völlig richtig. Gerne täglich, damit sich schneller etwas ändert und mehr Hilfe kommt. Gilt für mich für die Welthungerhilfe genauso wie für die kleine Kneipe um die Ecke und ich helfe auch gern in meinem Rahmen.

  • 15
    4
    neuhier
    23.02.2021

    @435200: Warum sollten die Branchen, denen es im Moment wirklich beschissen geht, nicht ihre Schicksale in der lokalen Presse präsentieren dürfen? Wollen Sie die Realität lieber nicht so ungeschminkt hören? Ich finde es gut, Einzelschicksale - und das betrifft sowohl die menschen, die unter Corona und den langzeitfolgen leiden als auch diejenigen, die unter den angeordneten Maßnahmen leiden - können einem oftmals viel besser das Ausmaß einer Krise aufzeigen.

  • 8
    18
    435200
    23.02.2021

    Lasst uns einfach ein neues Spiel erfinden. Als toller Zeitvertreib, wenn uns im Lockdown langweilig ist.
    Jeder darf raten, welche Branche morgen in der Zeitung Schicksal berichten darf dass gerade sie am meisten betroffen sind und die besten Hygienekonzepte haben.
    Gewinner ist, wer die meisten richtig getippt hat. Der bekommt dann von der Dehoga einen Gutschein und darf ein Jahr lang kostenlos essen gehen.

    Oder wir machen einfach einen Plan, welche Branche an welchem Wochentag dran sein darf. Montag Gastronomie und Hotelgewerbe, Dienstag Fitness und Wellness, Mittwoch Liftbetreiber und Einzelhändler, Donnerstag Museum und Kultur, Freitag das horizontale Gewerbe und nochmal die Gastronomie.

    Und am Sonnabend zeigen uns die Profifußballer, wie toll es doch ist wenn man uneingeschränkt um die Welt reisen kann und sich vor Freude um den Hals fallen darf.

  • 15
    10
    nnamhelyor
    23.02.2021

    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, doch auch sie lebt nicht unendlich! Die Politik hat bereits mehrmals gezeigt daß sie eines nicht hat: Lösungen!

  • 18
    23
    Gegs
    23.02.2021

    Ich würde mir für alle Branchen, die vom Lockdown gebeutelt wurden, eine baldige Lösung wünschen. Indes glaube ich leider nicht daran. Massenveranstaltungen wird es wohl auch im Jahr 2021 keine geben.

    Den Profi-Fußball sehe ich entspannt. Hat man wenn etwas, was man am Wochenende am Familienesstisch diskutieren kann. Mein Papa regt sich so herrlich über RBL auf. Meine Mama drückt die Daumen für Erzgebirge Aue. Wäre doch schade, wenn dies auch noch wegfallen würde.

  • 50
    9
    KTreppil
    23.02.2021

    Ich wünsche dieser Branche, so wie vielen anderen Branchen, die von der Corona Pandemie so heftig gebeutelt wurden, dass sie irgendwie durchhalten, bis es irgendwann hoffentlich wieder aufwärts geht. Konzerte, Festivals, genauso wie Kinosbesuche oder touristische Unternehmungen sind zwar, gemessen an den Todesopfern und Leiden schwer Erkrankter unwichtig. Aber es ist trotzdem wichtig, dass es diese Unternehmen weiterhin und vor allem in hoffentlich irgendwann besseren Zeiten gibt.
    Umso mehr finde ich es völlig unangemessen, was sich derzeit manche Profisportler und deren Verantwortliche leisten. Allen voran der Erstliga Fußball, aktuell BvB aber auch ganz besonders der FCB. Dort leidet man an schlimmen Realitätsverlust, aber hier schaut die Politik nur tatenlos zu, wo sie sonst um keine Einschränkung oder Schließung verlegen ist. Kein Rockkonzert oder Theaterstück steigt ohne Publikum, nur im Profisport läufts ganz selbstverständlich so. Warum eigentlich?