Erneuter Kahlschlag: Rathaus lässt Waldstück in Adelsberg abholzen

Nur wenige Tage nach der umstrittenen Holzernte in Ebersdorf lässt das kommunale Grünflächenamt erneut die Säge kreisen. Auch hier scheint es vor allem um wirtschaftliche Interessen zu gehen.

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19Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    ralf66
    26.02.2020

    Übrigens da gibt's noch einen schönen Witz:
    Ein Mann geht mit der Kettensäge in den Wald und schneidet Bäume um, plötzlich kommt der Förster dazu und fragt den Mann, was machen denn sie hier, der Antwortet, Kunicklfutter (Hasenfutter), der Förster drauf, ach spinnen sie doch nicht rum sie fällen ja ausgewachsene Bäume ohne Genehmigung, da sagt der Mann drauf, Harr Färschter, wenn's de Kunickln ahm nett frass'n, flicht's in Ufn nei.
    (Herr Förster wenn es die Hasen eben nicht fressen kommt es in den Ofen rein).

  • 2
    1
    ralf66
    25.02.2020

    @cn300boj, die Genehmigung das Bäume gefällt werden dürfen erteilen Beamte, dass ist richtig, in unserer Gemeinde wird jedoch im Zweifelsfall tatsächlich auch der Förster zu Rate gezogen, wenn Bäume im Gemeidegebiet gefällt werden sollen oder müssen. Wenn Sie nicht mehr sehen wollen, wo überall sogenannter Anflug sich zu Bäumen entwickelt, dann weiß ich auch nicht wie Sie durch die Welt laufen? Wo in Chemnitz Ersatzpflanzungen gemacht werden oder auch nicht weiß ich nicht, ich weiß es von unserer Gemeinde, da wurde und wird das so gemacht, deswegen habe ich es so geschrieben.

  • 4
    2
    Steuerzahler
    25.02.2020

    Dass das Grünflächenamt das Gefahrenpotential interessiert, halte ich aufgrund umfangreicher Erfahrungen in dieser Hinsicht für vollkommen abwegig, sonst würden zur Sicherstellung der Verkehrssicherungspflicht abgestorbene Bäume entfernt, und nicht die Genehmigung zum Schlagen gesunder Bäume erteilt.

  • 4
    4
    cn3boj00
    25.02.2020

    @ralf, was hat das, was Sie da schreiben mit meiner Aussage zu tun? Sie gehen darauf überhaupt nicht ein, aber meinen pauschal das sei Quatsch? Wieso kommen Sie auf Windmühlen? Ist ihre Fantasie durchgegangen? Und neben "Urwald" (wo gibt es den in Chemnitz?) gibt es natürlich auch Parkanlagen und Wirtschaftswald. Letzterer zeichnet sich aber dadurch aus, dass er ständig wieder aufgeforstet wird und nicht mit Häusern bebaut wird. So viel Kenntnis dürften sogar Schuster haben.
    Die Genehmigungen zur Baumfällung werden auch nicht von Förstern erteilt, sondern von Beamten. Was die Schäden betrifft, sind auch auf Grund von Klimaereignissen alle Waldstücke mehr oder weniger betroffen, das an der Walter-Janka-Straße nicht mehr als andere auch. Meine Frage, ob und wo entsprechende Ersatzpflanzungen entstehen, bleibt jedenfalls ohne Antwort.

  • 6
    1
    charlies11
    25.02.2020

    Zum besseren Verständnis hier mal die Stellungnahme der Petitionsinitiatoren: "Die Initiatoren der Petition erfuhren Ende Mai letzten Jahres durch eine Information im Amtsblattes über die "Änderung des Flächennutzungsplans" vom Bauvorhaben. In der Folge wurden fast 700 Unterstützer gefunden, die sich gegen diese Bebauung einer Grünfläche und Fällung des angrenzendem Wäldchens aussprachen. Die Entscheidung des Bauausschusses brachte wiedermal die Unterwerfung des Bürgerwillens zugunsten des Profitstrebens Einzelner zum Ausdruck. Anstatt bereits bebaute, aber leerstehende innerstädtische Brachflächen, die es immer noch zur Genüge gibt, als Wohnbauflächen auszuweisen, werden nach wie vor primär unversiegelte Flächen bebaut, wie auch das Bauvorhaben Arno-Holtz-Siedlung mit geplanten 80 Einfamilienhäusern belegt. Auf vorgebrachte Kritikpunkte wie fehlende infrastrukturelle Voraussetzungen und Verstöße gegen gesetzliche Rahmenbedingungen für die Bebauung von Außenbereichen wurde in der Sitzung ebensowenig eingegangen wie auf den konstruktiven Vorschlag des Stadtrats Bernhard Herrmann oder das Zugeständnis einer Kompromissvariante. Unseres Erachtens macht die Beschlussfassung deutlich, dass die allgegenwärtige, uns alle zunehmend tangierende Thematik Umwelt und Natur offensichtlich die Mehrheit der Chemnitzer Entscheidungsträger nicht sonderlich interessiert, was sich auch durch verbale und gestikulierende, abwertende Reaktionen einzelner Ausschussmitglieder während der Sitzung zeigte. An der Stelle sollte die Frage gestellt werden, inwieweit sich die gewählten Stadträte einer Stadt mit dem Anspruch "... der Moderne" ihrer Verantwortung überhaupt bewusst sind oder weiterhin ein Denken früherer, heute eher fragwürdiger Sichtweisen zu Grunde liegt?"

  • 5
    0
    charlies11
    25.02.2020

    Zum Artikel bedarf es einer Richtigstellung:
    Amtlicherseits wurde NICHT die Fällung beauftragt, es wurde nur die Genehmigung wegen fehlender Versagensgründe erteilt, welche dann die Umsetzung seitens des Investors nach sich zog. Fragwürdig erscheint grundsätzlich die Aussage hinsichtlichtlich des Schädlingsbefalls und Gefahrenpotentials, schließlich konnte das Schadensbild eher als gering bezeichnet werden und selbst nach dem Sturm Sabine waren keine Folgen sichtbar. War der Gutachter überhaupt am richtigen Ort? Im allgemeinen Denken macht sich derzeit ein vorschnelles und undiffernziertes Verteufeln aller Fichtenbestände breit, ohne sich dessen bewußt zu sein, dass das Wachsen neuen, ursprünglichen Waldes beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen wird. Fragt sich, wer die Lücke in der Zwischenzeit ausfüllen soll, wenn jetzt allen Fichten zu Leibe gerückt wird, ohne sich über die geringen Bestände von Laub- oder Mischwäldern im Klaren zu sein? All denen, die sich hier entsprechend positionieren, sei die Literatur Peter Wohllebens nahegelegt, wovon derzeit auch ein Film mit dem Titel "Das geheime Leben der Bäume" im Kino läuft. Wohllebens Wissen sollte zur Allgemeinbildung genutzt werden.

  • 1
    4
    Interessierte
    25.02.2020

    Hier werden auch noch Wohnungen und Häuser gebaut , man fragt sich nur , woher die vielen Um-/ bzw. Zuzüge kommen , welche das dann auch bezahlen können …
    "Brauerei wird zum Wohnort"
    https://www.sachsen-fernsehen.de/?s=Michael+St%C3%B6tzer

    Das Vorhaben ist umstritten , aber wenn eben ein Investor ´von irgendwoher` kommt , dann geht eben alles , die suchen sich die schönsten Grundstücke und bezahlen und bestimmen …...
    Heute kannst du als Anrainer noch froh sein , dass du hier noch Luft holen kannst und zufrieden sein , dass du noch einen Arbeitsplatz hast und Geld zum Leben oder zum Überleben bis zum Ableben bekommst .. !

    ( vorangegangen habe ich aber 20 Leuten auf die Füße getreten ….

  • 3
    7
    ralf66
    24.02.2020

    @cn300boj, ist doch Quatsch was Sie da schreiben, alte Luftbilder der 40er, 50er Jahre verglichen mit neuen heutigen Luftbildern dort kann man eindeutig sehen, dass sich der Baumbestand auf sehr vielen Flächen stark erhöht hat. Übrigens wird der Holzeinschlag von den Förstern überwacht und Schuster haben davon nun einmal keine Ahnung. Komische Ansichten, entweder alles Urwald oder alles Windmühlen. Wald ist auch ob Sie es wollen oder nicht Wirtschaft, dort wo er keine Wirtschaft ist ist er Urwald, Urwald gibt es in Deutschland schon sehr lange nicht mehr, wer Urwald möchte soll in die Taiga ziehen.

  • 5
    2
    Steuerzahler
    23.02.2020

    @1648656: Sind Sie sich da wirklich sicher, so wie die Wälder aussehen, nachdem diese Kollegen tätig geworden sind? Da habe ich eher das Gegenteil vermutet!

  • 15
    10
    cn3boj00
    23.02.2020

    @ralf, klar der einzige Zweck von Wald ist abgeholzt zu werden. Wozu braucht man sonst Bäume? Vielleicht lesen Sie einmal das vor 400 Jahren vom in Rabenstein geborenen kursächsischen Oberberghauptmann Carl von Carlowitz verfasste Werk zur Forstwirtschaft?
    Und richtig, eigentlich wird für abgeholzte Bäume Ersatz gepflanzt. Leider hat die FP nicht nachgefragt, wo das passieren soll. Häuser mit ein paar Koniferen sind mit Sicherheit kein guter Ersatz.

  • 12
    11
    1648656
    23.02.2020

    Die Stadtverwaltung Chemnitz hat eine Forstbehörde und die Leute in dieser Behörde haben ihr Fach gelernt oder studiert. Als Förster Rede ich doch auch keinem Bäcker, Fleischer oder auch Immobilienguru in sein Handwerk rein.

  • 10
    17
    1371270
    23.02.2020

    @ralf66: Sie sprechen mir aus dem Herzen! Wenn es möglich wäre, würde ich 10 grüne Daumen geben!
    An Klein- und Großgrün mangelt es in Chemnitz wirklich nicht.

  • 17
    20
    ralf66
    23.02.2020

    Jetzt wird's rote Daumen hageln aber egal, ich kann das bald schon krankhaft aussehende Suchen der Naturschützer oder ''besorgter'' Bürger nach Gebieten wo wieder einmal Bäume gefällt werden nicht verstehen. Bäume werden gepflanzt, Bäume werden gefällt, dass macht man schon sehr lange so, ein ganz natürlicher Kreislauf, wenn man noch bedenkt, dass es überhaupt keinen Grund gibt Angst haben zu müssen, dass der Baumbestand in Deutschland zu klein wäre im Gegenteil, früher wurde sehr viel mehr Bäume geschlagen, die Flussufer waren gut gesäubert heute verwuchert, viele Brachflächen oder Freiflächen sind von ganz alleine verwaldet. Wenn Bäume gefällt werden müssen meistens Ersatzpflanzungen vorgenommen werden; die ja wieder nachwachsen und den Baumbestand erhalten. Das ist eine Aufgescheuchtheit unter den Leuten, ein Palaver wenn wieder einmal nötig oder unnötig ein Baum fällt, bricht eine riesen Diskussion aus, als wäre jemand erschossen worden, gibt's denn keine Themen die wichtiger wären?

  • 3
    8
    Tauchsieder
    23.02.2020

    Und was wollen sie " 121...." eigentlich damit sagen?
    Zu ihrer Aussage fehlt mir der Zugang.

  • 19
    4
    Inke
    23.02.2020

    Dann können sich die entsprechenden Vertreter ja jetzt auch dafür einsetzen, dass auf der Fläche ein gesundes und artenreiches Stück Natur entstehen kann und keine monotone Schachtelsiedlung. Private Helfer gibts bei Naturschutzaktionen genug, wenn man es vorher entsprechend bekannt macht. Die Stadt ist in der Pflicht die Bürger zu informieren, was mit dem Landstrich passieren soll. Stichwort Transparenz. Wäre interessant darüber informiert zu bleiben, FP.

  • 27
    15
    1212178
    22.02.2020

    Wenn Bild und Text zusammenpassen- wovon ich ausgehe handelt es sich um eine Fichten Monokultur mit alles Problemen, die diese nun mal haben (Borkenkäfer, Anfälligkeit der Tellerwurzel bei Sturm, …). Kann mir gut vorstellen, dass Familien, die keine Wohnung im Zentrum einer Stadt haben wollen mehr für den Naturschutz tun als die Ewig- Meckerer.

  • 34
    8
    christophdoerffel
    22.02.2020

    Ich verstehe sowieso nicht, warum am äußersten Stadtrand eine Siedlung ohne ÖPNV Zugang, ohne Schulen, ohne Kitas, ohne Einkaufsmöglichkeiten, ohne Ärzte gebaut wird, statt erstmal in der Stadt Brachflächen und Ruinen zu erschließen.

    Zukunftsweisend ist das nicht. Das sind die Ruinen und Brachen der nächsten Jahre, wenn die Demografie weiter zuschlägt und Mobilität deutlich teurer wird.

  • 4
    22
    Interessierte
    22.02.2020

    Solange Machtfragen betroffen sind, bleiben die Sachfragen auf der Strecke ...…..

    "Es ist leider nicht das erste Mal, dass in Chemnitz die Politik von der Verwaltung gemacht wird.
    ( wer gehört denn alles zu der Verwaltung ?
    ( das wird man nie erfahren , das ist sicherlich geheim , sonst könnten die nicht mehr durch Chemnitz gehen , oder ?
    ( bzw. , machen die das überhaupt , ich habe noch niemanden gesehen , die verschwinden irgendwie , obwohl das Rathaus gar keine Tiefgarage hat ….

    "Das umstrittene Wohngebiet am äußersten Stadtrand
    ( hat Chemnitz nicht in der Innenstadt genügend leere Häuser und Wohnungen und werden nicht gerade welche neu gebaut ???

    "Und was machen die Räte? Die lassen sich weiter vorführen, halten von SPD bis zu den Grünen Sonntagsreden,
    ( die "Grünen" stellen doch alternativ Mooswände auf und gießen junge Bäumchen

  • 25
    8
    701726
    22.02.2020

    Der Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.