Fotopreis für Motiv im Chemnitztal

Anlässlich der 875-Jahr-Feier in Auerswalde fand ein Wettbewerb statt. Den hat eine Frau gewonnen, die eigentlich in einem anderen Metier zu Hause ist.

Auerswalde.

Die 875-Jahr-Feier in Auerswalde ist Geschichte. Noch stehen einige Puppen in den Grundstücken, erinnern Wimpel an das Festwochenende. Auch in der Dorfgalerie ist noch nicht Schluss. Bis 21. September sind Ergebnisse eines Fotowettbewerbs unter dem Titel "Panta rhei", was im Griechischen "Alles fließt" bedeutet, zu sehen. 20 Fotos werden gezeigt.

Die Besucher der Galerie hatten Gelegenheit, ihr Lieblingsfoto auszuwählen. "Begeistert waren viele vom Sonnenaufgang im Chemnitztal", sagt Vereinschef Arndt Unger. Die Aufnahme zeige nicht nur den Fluss Chemnitz in der Frühe, sondern auch Pferde, die auf einer Koppel stehen. Das sei wildromantisch, urteilt Unger. Dafür erhielt Liane Dietz den ersten Preis - eine Grafik und einen Geldgutschein. Zwei weitere Hobbyfotografen wurden mit zweiten Plätzen geehrt.

Dietz hat die Aufnahme mit ihrer Kamera gemacht, als sie wie an so vielen anderen Tagen im Jahr mit ihren beiden Hunden unterwegs war. Seit etwa 30 Jahren wohnt sie im Lichtenauer Ortsteil. "Ich erlebe das Chemnitztal zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten", erläutert die 55-Jährige. Meist begebe sie sich mit ihren Tieren abends nach der Arbeit im Bethanien-Krankenhaus oder an Wochenenden früh auf Tour. An so einem Morgen sei auch das Preisträger-Bild entstanden.

Doch eigentlich geht die Mutter von zwei erwachsenen Kindern auf Fotopirsch, um Motive für ihr zweites Hobby zu finden: die Malerei. Liane Dietz ist seit fünf Jahren im Verein der Stammtischmaler, die sich am letzten Montag im Monat zum Stammtisch im Folklorehof in Grüna treffen. Arbeiten stellte die Gruppe voriges Jahr auch in der Galerie Art Forum in Burgstädt vor. Dietz male am liebsten Landschaften. Dabei dienten Fotomotive als Vorlage für ihre Gemälde, die sie in altmeisterlicher Lasurtechnik ausführt, erläutert Dietz. Die Technik sei häufig in der Renaissance-Malerei angewandt worden. Dabei würden 30 bis 40 Ölschichten nacheinander aufgetragen. Ein Gemälde dauere manchmal bis zu sechs Monate.

Die Fotoausstellung ist bis 21. September in der Dorfgalerie Auerswalde, Am Erlbach 4, zu sehen. Besichtigung nach Vereinbarung unter Telefon 037208 877823. Am 25. September, 19.30 Uhr findet eine Vernissage zur Malerei von Cornelia Zabinski statt.

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