Gefährliche Orte: Minister in Rochlitz

Kontrollen auch wegen Verschmutzung und Lärm

Rochlitz/Burgstädt.

Sachsens Innenminister Roland Wöller hat sich am Freitag im Polizeirevier Rochlitz über die Kritik an der Einordnung von Bereichen in Rochlitz und Burgstädt als gefährlich Orte informiert. Das Treffen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Bereich rund um den Brunnen auf dem Markt in Rochlitz sowie der Park Wettinhain, das Gelände am Bahnhof und am Einkaufsmarkt an der Mittweidaer Straße in Burgstädt werden als gefährliche Orte benannt. An der Einordnung soll sich auch nichts ändern, hieß es nach dem Treffen.

Das Innenministerium listet für Sachsen 61 Kriminalitätsschwerpunkte auf. Die Polizei kann diese Stellen überwachen und ohne Anlass Personen kontrollieren. Was die drei Orte in Burgstädt betrifft, sagte auf Nachfrage Sprecher Alexander Bertram, der Polizeibeamter ist: Als gefährliche Orte seien nicht nur die Bereiche eingestuft worden, wo es eine Häufung von Delikten wie Körperverletzung und Raub gebe. Ein Kriterium sei auch, dass dort herumgegrölt und das Gelände verschmutzt werde. Mit der Einstufung könnten ohne direkten Grund Kontrollen durchgeführt werden. Das sorge für mehr Sicherheit. Stadträte von Burgstädt hatten die Einordnung kritisiert, aber bestätigt, dass es dort Treffs gibt, wo die Ordnung in Problem sei. (fpe/bj)

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