Illegale Deponien belasten Steuerzahler

Tausende Euro hat der Landkreis auch im zu Ende gehenden Jahr lockergemacht, um widerrechtlich entsorgten Müll zu beseitigen. Dabei gibt es Auffälligkeiten.

Freiberg.

Das Thema beschäftige die Kreisverwaltung jedes Jahr aufs Neue, sagt Vize-Landrat Lothar Beier zum Jahrespressegespräch seiner Behörde und zeigte sich verärgert. Denn rund 22.000 Euro hat das Landratsamt nach vorläufigen Prognosen in diesem Jahr in die Entsorgung illegaler Mülldeponien in Mittelsachsen stecken müssen. Im Jahr davor waren es knapp 35.000 Euro. "Das kostet den Steuerzahler viel Geld", legte der für den Umweltfachbereich zuständige Beigeordnete nach. Auffällig dabei: Der illegal entsorgte Sperr- und Hausmüll hat sich in diesem Jahr mit 35 Tonnen gegenüber dem Vorjahr etwa halbiert, während 2018 und 2017 je ein Autowrack auf das Konto der Umweltsünder geht. Auch zwei Tonnen Baustellenabfälle mussten im ablaufenden Jahr beräumt werden.

Sprunghaft angestiegen ist die illegale Ablagerung gefährlicher Abfälle. Die Menge der für die Gesundheit und die Umwelt mitunter extrem gefährlichen Stoffe, die nicht vorschriftsmäßig entsorgt worden waren, hat sich mit sechs Tonnen im Vergleich zum Vorjahr verzwölffacht. Gesunken ist hingegen die Menge illegal entsorgter Reifen und Räder: Sie sank von 2000 Stück im Jahre 2017 auf jetzt voraussichtlich etwa 350Stück.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...