Initiativen bereiten Aktionen zum 9. November vor

Lichterwege, Gedenkdemo, Kundgebungen erinnern an Mauerfall 1989 und Opfer der Pogrome gegen Juden 1938

Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird Samstag kommender Woche in Chemnitz an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert und der Opfer der judenfeindlichen Pogrome von 1938 gedacht. Über individuelle Unterschiede und Generationen hinweg solle gemeinsam ein Zeichen für ein offenes, solidarisches Miteinander gesetzt werden, heißt es in einem Aufruf von zehn Vereinen, Initiativen und Institutionen.

Am Abend kommt es dabei zu einer Neuauflage der Lichterwege, denen sich im vergangenen Jahr hunderte Chemnitzer angeschlossen hatten. Der Weg mit Kerzen führt diesmal vom Kaßberg über das Veranstaltungszentrum Luxor - Ausgangspunkt einer der ersten oppositionellen Demos 1989 - zum Stefan-Heym-Platz, teilten die Veranstalter von der Initiative "Buntmacher" mit. Zur Auftaktkundgebung um 17.15 Uhr am Kaßberggefängnis - über Jahrzehnte und Systeme hinweg Ort politischer Unterdrückung - solle von Vertretern der Jüdischen Gemeinde das Licht für die Lichterwege überreicht werden.

Bereits um 16 Uhr startet an der Heinrich-Beck-Straße 47 eine Gedenkdemonstration des Bündnisses "Chemnitz nazifrei" zum Kaßberggefängnis. Unterwegs sollen gemeinsam sogenannte Stolpersteine geputzt und an die Schicksale von Opfern der Pogrome 1938 erinnert werden. Eine gemeinsame Abschlusskundgebung findet abends am Marxmonument statt. Bereits nachmittags sind dort Vereine, Initiativen und Parteien mit Bastel-, Info- und Aktionsständen präsent. Für 14Uhr ist eine Kundgebung "Gemeinsam erinnern, gemeinsam Zeichen setzen" des Bündnisses "Aufstehen gegen Rassismus" geplant. (micm)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...