Klettern, Balancieren, Hangeln - neuer Spielplatz fertig

Am Rosenplatz hat die Stadt wieder Spielgeräte aufstellen lassen. Kitas in der Nähe hatten den Ort bisher lieber gemieden.

Bernsdorf.

Eine Nestschaukel, eine Rutsche, Reckstangen, eine Schaukel, bei der man auf einem dicken Tau sitzt, und zahlreiche Möglichkeiten zum Balancieren und Hangeln. Der neue Spielplatz auf dem Rosenplatz ist bunt, weitläufig und vielfältig geraten. Am Freitagmorgen durften Kinder mehrerer Kitas aus der Nähe den Platz eröffnen und gemeinsam mit Baubürgermeister Michael Stötzer zur Schere greifen, um das symbolische Band zu zerschneiden.

Fünf Monate lang wurde im Auftrag der Stadt an dem Spielplatz gearbeitet. Rund 430.000 Euro hat das Projekt gekostet, wobei zwei Drittel davon aus Fördermitteln kamen. "Seit 1989 war nichts mehr an dem Platz gemacht worden", sagte Stötzer. Es habe immer an der Finanzierung gehapert. Der Platz sei kaum noch benutzt worden, sogar in Vergessenheit geraten. Zweimal habe das Projekt ausgeschrieben werden müssen, weil beim ersten Mal keine verwertbaren Angebote eingegangen seien. Thema des nun gebauten Spielplatzes ist "Garten der Rose" mit Motiven aus dem Kinderbuch "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry.

Richtiggehend begeistert vom neuen Spielplatz ist Jana Jugel, Erzieherin in der Kita "Bunte Kinderwelt" an der Stadlerstraße, die mit einer Gruppe Vorschüler zur Eröffnung gekommen war. Den vorigen Platz hätten sie nicht benutzen können, er sei zu alt und zu schmutzig gewesen. Der neue sei nun vor allem vielseitig. "Die Kinder können sich hier gut verteilen, ohne sich an den Geräten anstellen zu müssen", sagte sie mit Blick auf das Areal voller wuselnder Kinder in bunten Wintersachen. "Wir werden den Spielplatz oft nutzen", verspricht sie.

Ihre Kollegin Susanne Zielke sagt, der Platz erinnere sie an einen Kletterwald. Es sei schön, dass die Balancierstege auch in ansehnlicher Höhe und nicht nur direkt über dem Boden angebracht sind. "Da müssen die Kinder mal ein bisschen mutig sein", so die Erzieherin. Außerdem sei von Vorteil, dass der Spielplatz von Grün und Wiese umgeben sei und sich nicht gleich an die stark befahrene Bernsdorfer Straße anschließe. So sei für die Erzieher leicht zu sehen, wenn sich ein Kind vom Spielen entfernt. "Man kann leicht den Überblick behalten", konstatierte Zielke.

Und was sagen die Kinder? Der fünfjährige Ben findet besonders die Holzstämme gut, über die er balancieren kann und über denen Stricke zum Hangeln angebracht sind. Die gleichaltrige Nancy mag vor allem das dicke Tau, das sich hin und her bewegt und über das ebenfalls balanciert werden kann.

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