Kreis will Koordinator für Radwege

Bessere Planung für Infrastrukturmaßnahmen

Zwickau.

Im Landkreis Zwickau wird es künftig einen Koordinator für die Radinfrastruktur geben. Das setzte die Fraktion SPD/Grüne zur jüngsten Kreistagssitzung durch. Gerhard Sonntag sah es in seiner Begründung als notwendig an, die entsprechende Stelle zu schaffen. "Daher bringen wir unseren Antrag trotz der Kastration des Haushaltes auch ein", sagte Sonntag. Kurz zuvor war die Erhöhung der Kreisumlage gescheitert, was das Defizit im Haushalt vergrößerte. Daher hatten die meisten Fraktionen ihre Sonderwünsche für den Haushalt zurückgezogen.

Wie Sonntag betonte, soll der Koordinator künftig die Radwege planen und dabei dafür sorgen, dass beim Ausbau von Straßen die Streifen für die Radler nicht vergessen werden, und die entsprechenden Planungen koordinieren. Außerdem soll er Ansprechpartner für die Kommunen bei der Beantragung von Fördermitteln sein. "Es soll jedoch keine Neueinstellung geben", sagte Sonntag. Vielmehr ist beantragt, eine vorhandene Stelle in der Kreisentwicklung umzuwandeln. Der zweite Punkt des Antrages würde die Kreiskasse 150.000 Euro kosten. Das Geld soll für Vorplanungen für die Radinfrastruktur bereitgestellt werden. Michael Luther (CDU) äußerte in diesem Punkt wegen der neuen Haushaltslage Bedenken. "Geld für Vorplanungen einzustellen, wird schwierig", sagte auch Landrat Christoph Scheurer (CDU). Dennoch wurde der Antrag mit knapper Mehrheit angenommen. (nkd)

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