Landkreis sperrt Fußweg an der B 180

Risse in der Böschung werden als Gefahr für Wanderer eingestuft

Erdmannsdorf.

Der provisorische Gehweg entlang der B 180 zwischen Erdmannsdorf und Kunnersdorf bleibt gesperrt. Das teilte die Pressestelle des Landratsamtes auf Nachfrage mit. Die Sperrung soll bis zu einem Neubau der B 180 bestehen bleiben, heißt es weiter. Wann der beginnt, ist ungewiss.

Die Straßenmeisterei Hainichen hatte an dem seit Jahren einspurigen Straßenabschnitt im Dezember Sperrscheiben aufgestellt, nachdem bei Kontrollen zwischen fünf und acht Zentimeter große Risse in der Uferböschung festgestellt worden waren. "Diese Risse bedeuten eine erhebliche Gefahr für den Geh- und Radverkehr, gerade während der Dunkelheit", so Landkreis-Sprecher André Kaiser. Er verweist darauf, dass der als Gehweg genutzte schmale Streifen zwischen der Leitplanke und dem alten Straßengeländer nie ein Gehweg gewesen sei, sondern ein sogenannter Wirkungsbereich für die Schutzplanke. Geh- und Radverkehr sei in diesem Streifen grundsätzlich nicht zulässig, heißt es. Die Sperrscheiben seien aufgestellt worden, um das Problem zu verdeutlichen. Trotzdem wurden Fußgänger dort bislang immer geduldet. Auf private Initiative hin oder von der Stadt wurde entlang des holprigen Streifens mitunter Bewuchs entfernt. Schließlich ist die B 180 die direkte Verbindung zwischen Erdmannsdorf und Kunnersdorf. Dass diese nun gekappt worden ist, sorgt bei den Anwohnern für großen Unmut. Eine Gehweg-Alternative wäre der Wanderweg entlang der Bahnstrecke bis zur Kunnersdorfer Zschopau-Brücke - ein Umweg und, wie gesagt, ein Wanderweg. Der Wanderweg rechts der Bundesstraße verläuft im Nichts.

Der Erdmannsdorfer Ortsvorsteher Dietmar Katzorreck kennt das Problem. "Ich habe das auf meinem Zettel stehen und werde das Thema im Rathaus ansprechen", sagte er. Auch Hauptamtsleiter Kai-Michael Zille sagte, dass die Stadt mit der Landkreisverwaltung reden werde.

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