Nein des Stadtrats zu Sozialtickets: Linke plant neuen Anlauf

Nach jahrelanger Diskussion hat der Stadtrat die Einführung vergünstigter Nahverkehrstarife für Bedürftige abgelehnt. Vom Tisch ist das Thema damit aber nicht.

7Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    cn3boj00
    07.01.2019

    @Arnd...: vielleicht nur Erfahrungen im eigenen Familienumfeld? Oder können Sie Ihren Einwand näher erläutern?
    @CPärchen: sagen wir die Mutter und der Vater verdienen je 1000 Euro netto. Die Mutter bekommt natürlich noch das Kindergeld. Trotzdem dürfen Sie mal überschlagen... Im Übrigen ist es eine gesunde Einstellung, nicht auf Kosten der Arbeitenden leben zu wollen, da bin ich voll bei Ihnen. Leider gibt es eben auch viele, die viel Geld scheffeln auf Kosten derer, die zum Mindestlohn arbeiten. Und so sind nicht alle Hartz - Bezieher tatsächlich "Hartzer", die keine Lust zum Arbeiten haben. Für Sie "lohnt" sich Arbeitslosigkeit nicht, aber es gibt in diesem Staat nicht wenigen Fälle (vor allem im Osten), wo sich Arbeit eigentlich nicht lohnt. Und das liegt eben nicht daran, das man als ALG II - Empfänger sooo viel Vorteile genießt, das liegt daran, dass man trotz Arbeit arm ist und bleibt. Die Mutter arbeitet übrigens trotzdem weiter, weil sie auch ein Einstellung hat, aber sie kann weder für ihre Rente vorsorgen, noch In Aktien machen wie Merz es wünscht noch hat sie etwas davon wenn der Soli abgeschafft wird, um die "Leistungsträger" zu entlasten, wie Kretschmer verlangt. Und es gibt genug solche oder ähnliche Beispiele.
    Ob da ein Sozialticket hilft sei dahingestellt. Aber wir sollten bei aller Diskussion um soziale Themen nicht vergessen, dass uns mehr soziale Solidarität gut täte, was leider die SPD Genossen wie Müller vergessen.

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    CPärchen
    07.01.2019

    @cn3: Was übrig bleibt kommt auf die Stelle an. Und natürlich arbeite ich, weil sich Arbeitslosigkeit für uns nicht lohnt. Des Weiteren ist es auch eine individuelle Präferenz von uns, nicht auf Kosten der Arbeitenden leben zu wollen, wenn es nicht sein muss.

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    ArndtBremen
    07.01.2019

    @cn3: unterste Schublade!

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    cn3boj00
    07.01.2019

    @CPärchen, die Grenze wurde doch genau definiert. Und ich nehme an, dass Sie arbeiten? Warum eigentlich, wenn es ALG-II Empfängern ihrer Erfahrung nach so gut geht? Und wissen Sie, wieviel einer berufstätigen alleinerziehenden Mutter mit 2 Kindern zum Leben bleibt, weil der Vater keinen Unterhalt zahlen muss da er über 1000 Euro für sich allein behalten darf?

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    CPärchen
    07.01.2019

    Auch wenn ArndtBremen viele rote Daumen kassiert, so spricht er doch einen berechtigten Punkt an. Wo fängt man mit Unterstützung an und wo hört man auf.
    ALG-II-Empfänger erhalten bereits eine Menge Unterstützung und der Unterschied zwischen Arbeiter und Nicht-Arbeiter sollte nicht weiter reduziert werden

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    ArndtBremen
    07.01.2019

    Ich arbeite in 3 Schichten und bekomme 70% vom Westlohn. Ich hätte auch gerne ein Sozialticket.

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    Haecker
    07.01.2019

    Dass die Tochter jener Frau Meinel mit ihrem Kind im Sommer gern ins Wasserschloss fährt, sei ihnen natürlich gegönnt. Die Fahrkarten aber seien teuer? Eine 4-Fahrten-Karte für eine Zone - die gilt bis Neukirchen-Klaffenbach - kostet 8 €. Noch nicht schulpflichtige Kinder können kostenlos fahren. Eine Tageskarte für ein Kind vom 1.Schultag an bis zum 15.Lebensjahr kostet 2,60 €.
    Anders gerechnet: 18 Fahrten mit einer 4-Fahrten-Karte für 1 Zone kosten 36 €, also 1 € mehr als das angedachte Sozialticket. Wieviel Fahrten benötigt denn jemand, der nicht berufstätig ist, durchschnittlich im Monat?



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