Neue Frau an der Spitze der Grünen im Landkreis

Susanne Ramisch aus Marienberg übernimmt Posten von Ulrike Kahl

Marienberg.

Die Doppelspitze der Bündnisgrünen im Kreis hat einen neuen weiblichen Part: Susanne Ramisch. Die 48-jährige Marienbergerin wurde am Freitagabend auf einer Mitgliederversammlung zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt und führt jetzt gemeinsam mit dem Co-Vorsitzenden Uwe Kaettniß aus Lauter-Bernsbach den Verband an.

Für die Heilpraktikerin, die als einzige Kandidatin antrat, stimmten bei einer Enthaltung 23 der anwesenden 24 Stimmberechtigten. Die Wahl war notwendig geworden, weil sich die bisherige Vorsitzende Ulrike Kahl verstärkt ihrer Funktion als Fraktionschefin im Kreistag widmen möchte. Kahl hinterlässt nach mehr als fünf Jahren im Amt ein gut bestelltes Feld. So hat sich die Anzahl der Mitglieder mehr als verdoppelt. Bei der Kreistagswahl 2019 zogen die Grünen erstmals in Fraktionsstärke in den Kreistag ein. Zudem ist die Partei nun in vielen der größeren Kommunen im Stadtrat präsent. "Ich trete in große Fußstapfen", ist sich Ramisch bewusst. Die Mutter zweier Kinder ist erst seit zwei Jahren bei den Grünen. Thematisch habe sie sich aber schon länger der Partei verbunden gefühlt. Insbesondere der Rechtsruck in der Gesellschaft habe sie bewogen, sich aktiver einzubringen. Kommunalpolitisch war sie bislang im Ortschaftsrat ihres früheren Heimatortes Forchheim aktiv. Dort wirkt sie nach wie vor im Dorfverein als Vizevorsitzende mit. Als neuer Kreischefin liegen ihr, wie sie erklärt, zwar prinzipiell alle grünen Themen am Herzen. Insbesondere wolle sie künftig aber noch mehr auf die Jugend zugehen und sich für eine bessere Schulpolitik einsetzen.


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