Polizei überführt 33-jährigen Automaten-Sprenger

Der Mann hat acht Taten gestanden. Die Ermittlungen gegen ihn gehen ungeachtet dessen weiter, denn mehrere solcher Vorfälle sind noch nicht aufgeklärt.

Schloßchemnitz.

Nach zahlreichen Sprengungen von Zigaretten- und Kassenautomaten im Chemnitzer Stadtgebiet hat die Polizei einen 33-Jährigen mehrerer dieser Taten überführt. Der Mann hat gestanden, zwischen August 2018 und Mai 2019 insgesamt acht Geräte gesprengt und den Inhalt gestohlen zu haben, teilte die Polizei am Freitag mit.

Festgenommen worden war er am 30. Mai im Stadtteil Schloßchemnitz - ganz in der Nähe eines Tatortes. Ein Anwohner hatte damals die Polizei alarmiert, weil er am frühen Morgen an der Further Straße einen Mann gesehen hatte, der einen Zigarettenautomaten gesprengt hatte. Ungefähr zweieinhalb Stunden davor war versucht worden, den Kassenautomaten eines Parkhauses an der Bürgerstraße auf ähnliche Weise zu öffnen.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte sich im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wegen des Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen in Tateinheit mit besonders schwerem Fall des Diebstahls nicht nur der Verdacht in diesen beiden Fällen gegen den 33-Jährigen bestätigt. Die Kriminalisten konnten ihm sechs weitere Fälle von Automatensprengungen im Zusammenhang mit Diebstahl im Stadtgebiet von Chemnitz nachweisen, bei denen die Geräte mittels illegaler Pyrotechnik zur Detonation gebracht worden waren.

Zum Verhängnis wurde dem Tatverdächtigen letztlich die Auswertung der Spuren von den jeweiligen Tatorten, hieß es von der Polizei weiter. In seiner Vernehmung habe der 33-Jährige eingeräumt, insgesamt acht dieser Taten verübt zu haben. Mit der Beute hat er offenbar seine Drogenabhängigkeit finanziert. Allein viermal hatte er zwischen dem 20. August des vorigen Jahres und dem 31. Mai 2019 Parkscheinautomaten an der Bürgerstraße gesprengt. Zudem erbeutete er Tabakwaren und Bargeld aus gesprengten Zigarettenautomaten, wie an der Further Straße, wo der dann gestellt wurde, und außerdem in diesem Jahr am 28. März an der Auenstraße, am 23. März an der Wittgensdorfer Straße sowie am 28. Februar an der Straße Schloßberg. Den Sachschaden, den der 33-Jährige damit angerichtet hat, gibt die Polizei mit insgesamt mindestens 60.000 Euro an.

Der Tatverdächtige befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. Ungeachtet dessen dauern die polizeilichen Ermittlungen gegen ihn weiter an, denn die Kriminalisten können nicht ausschließen, dass er für weitere Automatensprengungen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz verantwortlich war.

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