Schmuck fürs Stadion: Ein Fanschal aus Metall

Die Umrandung des Eingangsbereichs der CFC-Arena wird aussehen wie ein Stück Strick. Wolle braucht es dafür aber nicht.

Wärmen wird er nicht. Soll er auch gar nicht. Der Zweck dieses Fanschals ist ein rein optischer: Die Transitzone am Eingang des neuen CFC-Stadions wird ein 80 Meter langer himmelblauer Fanschal umranden. Nicht aus Wolle, sondern aus Aluminium.

Angefertigt wird das Gestaltungselement von einer Klempnerei im westsächsischen Kirchberg. Bis März muss Handwerksmeister Claus-Peter Schneider mit seinem Anteil fertig sein, das Stadion soll am 17. und 18. Juni mit einem Fest eröffnet werden. Schneider liegt gut im Zeitplan. "Wir sind fast fertig", sagt der 57-jährige Hirschfelder.


Der Geschäftsführer der Klempner-Firma, die bundesweit Metallfassaden an Hochbauten baut, fand die Idee von Stadionarchitekt Stefan Nixdorf interessant. "Es war spannend, das, was sich der Architekt gedacht hat, umzusetzen", sagt Schneider. Die himmelblauen Alu-Kantteile werden auf eine spezielle Alu-Unterkonstruktion genietet, die auf das Gebäude geschraubt wurde. Am Ende werden insgesamt 500 Quadratmeter Blech verbaut sein.

Seit etwa einem Vierteljahr arbeiten die Kirchberger an dem Auftrag. In der eigenen Werkstatt wurden die Bleche gefertigt. Für einige Mitarbeiter war die Montage danach ein Traum-Job, so nah waren sie dem CFC-Spielbetrieb bisher nicht gekommen, sagt Schneider, selbst Fußballfan. Die Klempnertradition der Familie Schneider, deren jüngstes Mitglied - Schneiders Tochter Catarina - als Unternehmenssprecherin tätig ist, reicht bis ins Jahr 1892 zurück. Wer beim Beruf des Klempners nur an Sanitärtechniker oder Dachrinnenbauer denkt, irrt, sagt Schneider. In der 10-Mann-Firma wird mit CNC-Maschinen gearbeitet. "Der Klempnerberuf hat sich gewaltig gewandelt", so Schneider. Seine Mitarbeiter müssen dreidimensional denken sowie Kenntnisse im Metall- und Werkzeugbau besitzen.

Metallverkleidungen - egal ob aus Aluminium, Zink, Edelstahl, Kupfer oder Messing - werden Schneider zufolge immer beliebter. Sie seien pflegeleicht, schwer entflammbar bis nicht brennbar und farbecht. Vor vier Jahren stieg Claus-Peter Schneider zudem in den 3-D-Fassadenbau ein. Einen Schal hat er aber bisher noch nicht gebaut.

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