Stadtgeflüster : Ein Fußballer singt, ein anderer "brezelt"

Wie ein Ex-CFCler in die Charts will, warum ein Weitsprung für Staunen sorgte und wer mit dem Bayern-Chef plauderte.

Henrik Bonesky, Gastronom, und Marc Endres, Fußballspieler, wollen in die Charts. Zuerst war es ja nur so eine Idee. Dann standen sie vor einigen Monaten tatsächlich gemeinsam im Tonstudio. Und nun läuft ihr Song auf allen Musikplattformen zum Runterladen - bereit für die Mallorca-Party. Denn das Lied, welches der Kicker und der Gastronom eingesungen haben, ist eine ziemlich verrückte Version des Kinderlied-Klassikers "Biene Maya". Endres, der lange beim Chemnitzer Fußballclub und jetzt in Unterhaching spielt, und Bonesky haben das Liedchen umgedichtet und daraus "Biene Playa" gemacht. Kleine Textprobe gefällig? Voilà: "An einem sehr bekannten Ort. Vor gar nicht allzu langer Zeit. Da war ein Strand, ja sehr bekannt, von dem spricht alles weit und breit. Und diesen Strand, ja den wir meinen, nennt sich Plaaaaya, einzigartig, wundervolle Playaaaa." Henrik Bonesky sagt lachend: "Das hat doch Ohrwurm-Garantie, oder?" Als Marc Endres damals noch in Chemnitz kickte, hatte er bei einigen Partys im "Henrics" Inhaber Henrik Bonesky kennengelernt. Gemeinsam stellten sie fest, dass sie beide gern singen und sie beide das Rampensau-Gen in sich tragen. Mit Musikmanager Torsten "Toka" Katzschner nahmen sie das Lied im Studio von Produzent Jens Maiwald auf. Vielleicht spielt Henrik Bonesky die "Biene Playa" am heutigen Samstagabend an seinem Uferstrand. Denn dann steuert er mit einer Traumschiffparty aufs erste Chemnitzer Strandhighlight des Sommers zu. Seine Klamotte für die Fete mit Tanz auf drei Flächen hat er schon rausgelegt: Bonesky wird ein weißes Kapitäns-Outfit tragen.

Lea-Sophie Klik, Chemnitzer Weitspringerin, ist die neue Hoffnung am Chemnitzer Sporthimmel. Die Leichtathletin hat es schon geschafft, mehr als 6,30 Meter in die Sandkiste zu springen. Und damit sorgte sie jetzt bei Golfspielern für Staunen. Die trafen sich am Mittwoch, unter grauem Himmel zwar, aber immerhin ohne Regendusche, auf dem Platz am Wasserschloss Klaffenbach. Die Deutsche Bank und das Autohaus Schloz und Wöllenstein hatten zum Turnier geladen. Am Abend wurde das Geld, welches die Turnierteilnehmer erspielt hatten, dann verteilt. Die insgesamt 6000 Euro gingen neben dem Elternverein krebskranker Kinder, dem Verein zur Integration durch Sport unter anderem auch an den Leichtathletikclub LAC Chemnitz. Präsident Thomas Schönlebe: "Mit dem Geld können wir aussichtsreiche Talente wie Lea-Sophie auf ihrem Weg an die Weltspitze unterstützen." Und was hatte die Golfer nun so erstaunt? Die Weite, die Lea-Sophie Klik springen kann, natürlich: "Mehr als sechs Meter! Ich bin ja schon froh, wenn ich meinen Ball nach dem Abschlag so weit zum Fliegen bringe", meinte einer der Golfer mit einem Augenzwinkern. Fast 200 Gäste feierten die Party im Festzelt am Wasserschloss mit. Bei Spargel, hauchdünnen Schnitzeln und Mousse au Chocolat aus der Keilholz-Küche, plauderten unter anderem Deutsche Bank-Marktgebietsleiter Michael Erfurt, Golf-Präsident Axel Wunsch, Unternehmerin Mareike Israel, Anwältin Annemarie Rott und Immobilienmakler Karsten Fluhr. Wer ihn kennt weiß, dass sein Herz für den FC Bayern München schlägt. Und damit steht er in Chemnitz nicht alleine da.


Uwe Dziuballa, Inhaber des jüdischen Restaurants "Schalom", ist ein ebenso glühender Anhänger der Bundesliga-Spitzenreiter. Seit 2012 ist er Vereinsmitglied. Seitdem hat der Rekordverein keine deutsche Meisterschaft verloren. "Und das verdanken sie irgendwie auch Kurt Landauer", sagte Uwe Dziuballa nun. Zur Erklärung: Landauer war vor und nach dem Zweiten Weltkrieg Präsident des Fußballvereins. Obwohl er selbst vor den Nazis flüchten musste und diese vier seiner Geschwister umbrachten, nahm Kurt Landauer das nach dem Krieg erhaltene Geld zur Entschädigung nicht an, um damit auszuwandern. Er kehrte aus dem Schweizer Exil nach München zurück. Uwe Dziuballa: "Denn er kaufte lieber den Amerikanern den heutigen Trainingsplatz an der Säbener Straße ab, obwohl die Amis dort eigentlich eine Baseball-Übungsanlage errichten wollten." Am Mittwoch wurde genau dort eine Skulptur von Kurt Landauer eingeweiht. Der Chemnitzer Dziuballa hatte gespendet, um die 80.000 Euro für das Denkmal mitzufinanzieren. "Klasse, jetzt sitzt Landauer in Bronze gegossen an seinem Trainingsplatz und guckt den Spielern zu", freute sich Dziuballa. Bei der Party zur Einweihung traf er auch Bayern-Präsident Uli Hoeness. Der zeigte sich in Brezel-Laune und schwatzte mit dem Chemnitzer bei einer bayerischen Backschleife übers Kicken.

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