Warum Bauarbeiten in Burgstädt länger dauern als geplant

Mehrere Straßen sind gesperrt. Neue Behinderungen kommen hinzu. Aber nicht alle Verzögerungen hat das Bauamt zu verantworten.

Burgstädt.

Der Haushaltsplan sieht dieses Jahr in Burgstädt Investitionen in Höhe von rund 5,7 Millionen Euro vor. Der Hort-Neubau mit 100 Plätzen für geplante 2,4 Millionen Euro ist dabei das wichtigste Vorhaben. Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler) hat in der jüngsten Stadtratssitzung einen Überblick gegeben.

Hort-Neubau: Nach den Plänen der Stadt soll dieses Jahr mit einem Ersatzneubau an der Albertsburg begonnen werden, sodass ab Schuljahr 2020/21 das Gebäude bezogen werden kann. Dafür will die Stadt 2,4 Millionen Euro investieren. Laut Bürgermeister Naumann wurde mit vorbereitenden Arbeiten an der Göppersdorfer Straße 46 begonnen: Baugrunduntersuchungen und Vermessungen. Der Stadtrat hat Leistungen der Bauüberwachung im Umfang von 78.000 Euro an ein Dresdner Ingenieurbüro vergeben. Auf einer Sonderstadtratssitzung am 15. April sollen Planungsleistungen für den Hochbau vergeben werden. Ziel sei es, noch im Frühjahr Bau- und Förderanträge zu stellen, um die Bauleistungen im Herbst ausschreiben zu können.


Anbau Kita Lebensbaum: Bis zum Schuljahr 2020/21 soll der Kindergarten Lebensbaum, der von der Evangelisch-kirchlichen Gemeinschaft betreut wird, um 15 Plätze erweitert werden. Für einen Anbau sollen 2,6 Millionen Euro investiert werden. Laut Naumann sind Planungsleistungen vergeben worden. Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Neugestaltung Anger: Im Förderprogramm Aktive Stadt-und Ortsteilzentren (SOP) wurden laut Bauamtsleiter Hannes Langen für die Neugestaltung des Angers 1,4 Millionen Euro beantragt. Im ersten Bauabschnitt sollen der Bereich der Promenade mit einem Spielplatz, die Angermauer einschließlich Treppe und der Platz oberhalb der Angermauer neu gestaltet werden. Außerdem sei geplant, die Straße Am Lindengarten zwischen Straße am Anger und Verbindungsweg zur Kurt-Mauersberger-Straße für etwa 220.000 Euro grundhaft auszubauen, fügte Bürgermeister Naumann hinzu.

Die Bauarbeiten sollen zwischen 8. Juli und 16. August erfolgen. Der zweite Abschnitt zwischen August-Bebel-Straße und Lindengarten 1 soll etwa 260.000 Euro kosten und nach dem Stadtfest bis Jahresende 2019 realisierst werden.

Beethovenstraße: Die Stadt hat erneut die Eigenmittel für den zweiten Bauabschnitt der Beethovenstraße zwischen Friedrich-Marschner-Straße und Sebastian-Bach-Straße im Haushalt geplant. Als Kosten werden 603.000 Euro angegeben. Eigentlich sollte dieses Vorhaben schon im Vorjahr umgesetzt werden. Da aber der Freistaat bis Mitte 2018 für den Brücken- und Stützwandbau auf der Dorfstraße in Mohsdorf keine Förderzusage gegeben hatte, waren Stadt und Landkreis übereingekommen, diese Maßnahme der Hochwasserschadensbeseitigung zunächst aus Eigenmitteln zu finanzieren. Dies war für den Burgstädter Anteil nur möglich, indem auf den weiteren Ausbau der Beethovenstraße verzichtet wurde. Doch wann gebaut wird, kann nicht gesagt werden, weil es noch keine Fördermittelzusage gibt.

Mischwasserkonzept: Für die Umsetzung eines sogenannten Mischwasserkonzeptes des Abwasserzweckverbandes AZV plant die Stadt 300.000 Euro ein. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2021 etwa 920.000 Euro eingesetzt werden. Im Einzugsgebiet der Kläranlage Mohsdorf sollen künftig getrennte Rohre das Abwasser ableiten, heißt es.

Chemnitzer Straße: Voraussichtlich Ende Juli soll die Ortsdurchfahrt im Bereich der Chemnitzer Straße wieder für den Verkehr offen sein. Darüber informierte auf Anfrage eine Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Die Behörde halte am Termin der Fertigstellung des Brücken-Neubaus fest, so die Sprecherin.

Solange laufe eine weitläufige Umfahrung oder eine kurze Umleitung über die alte Herrenhaider Straße. Gegenwärtig werde das nördliche Widerlager ausgeschalt. Es beginne der Aufbau des Traggerüstes für den Überbau, der anschließend ebenfalls eine Schalung sowie Bewehrung erhält und im April betoniert werden soll. Geplant waren die Arbeiten bis November 2018. Es kam zu Verzögerungen, weil eine marode Abwasserleitung erneuert werden musste.

Schweizerthal: Auch im Schweizerthal bleibt die Durchfahrt länger als geplant gesperrt. Laut Lasuv ist eine Freigabe Ende Mai möglich. Erst war der Herbst 2018 anvisiert. Die Ursache liege in Problemen beim Mauerbau und zusätzlichen Leitungen. Jetzt seien Abwasserdruck- und Trinkwasserleitung umverlegt. Das Provisorium werde zurückgebaut, sagt eine Sprecherin. Danach sollen die Straßenentwässerung und der Erdbau fertiggestellt sowie Strom und öffentliche Beleuchtung umverlegt werden. Abschließend erfolgen der Aufbau von Geländer und Treppe sowie die Straßenbauarbeiten.

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